Die do-it-yourself Cloud von Synology

Synology DS213air
Synology DS213air

Synology DS213air für den Heimanwender

Halle 2 war schon immer meine Lieblingshalle, da es auf den Ständen von IBM und Co. immer viel anzuschauen und Neues zu entdecken gab. Nachdem es in den letzten Jahren mit den Storage-Anbietern hier etwas mau war, hatten sich in diesem Jahr doch wieder eine ganze Menge mehr Brands rund um das speichern und sichern von Daten versammelt. Auf einem meiner Streifzüge bin ich über Synology gestolpert, die laut CONTEXT’s Western European Distribution Panel Europas Nummer 1 (nach Umsätzen) in Sachen NAS sind. weiterlesen

Zauberformel Big Data

CeBIT Webciety in Leuchtschrift auf der CeBIT (Image)

Das oft propagierte „Betriebssystem Internet“ und die damit verbundene, intensive globale Nutzung stellen heute eine schier unerschöpfliche Datenquelle dar. Immer mehr Unternehmen beginnen, die damit verbundenen Potentiale und Herausforderungen zu erkennen und sie darüber hinaus auch tatsächlich zu nutzen. Eins der Stichworte in diesem Zusammenhang ist Big Data, wo es darum geht aus großen Datenmengen die verwertbaren Daten herauszufiltern, mit anderen vergleichbar gewonnen Daten anzureichern und so wertvolle Informationen zu gewinnen.

Klar, dass Big Data auch im Rahmen der CeBIT ein Thema ist – Datenschutz hin oder her. Fragen nach neuen Geschäftsmodellen und Konzepten zur Datengewinnung und -Nutzung werden zunehmend gestellt. Natürlich gilt es dabei auch die Grenzen abzustecken. Was ist vertretbar und wo wird der berühmte Bogen überspannt?

Positionsbestimmung für die Datenernte

Im Rahmen eines Expertenpanels wird auf der CeBIT webciety diskutiert, wo Datenschutz und die Nutzung gewonnen Daten an die Grenzen stoßen. Dabei ist gerade die Frage danach, welche Modelle wirklichen Nutzen für Unternehmen bieten interessant, ganz nach Clive Humby’s Ausspruch: “Data is the new oil”.

Das Panel beginnt am 7.3.2013 um 13:20 Uhr in der webciety mit einem kurzen Impulsvortrag von Russell Perry, CEO von Kompany und mündet schließlich in einer Podiumsdiskussion mit Ravin Mehta, Geschäftsführer von Unbelievable Machine, Joachim Stark, Leiter IBM Smarter Analytic bei IBM Deutschland und Uli Heimann, Director Data Solutions bei Nugg.ag. Wir erwarten eine lebendige Diskussion, die sich intensiv mit Ideen und Strategien für realitätsnahe Big Data-Ansätze beschäftigt.

Russell Perry: Der Wunsch nach Informationsgewinnung ist keine ethische Frage.

Bereits im Vorfeld der webciety konnten wir Russell Perry einige Fragen zu dem Thema stellen und haben die Antworten im folgenden Interview für Sie festgehalten:

1. Daten sind das neue Öl, wie schwierig ist es dieses Öl zu heben?

Öl hat erst einen Wert, wenn es raffiniert wurde. Das Gleiche gilt für Daten. Die Rohdaten haben erst einen Informationswert, wenn sie veredelt – raffiniert – wurden. Außerdem muss nach Öl oft lange und sehr sorgfältig, unter Einsatz hochentwickelter Technologie, gesucht werden. Ähnlich verhält es sich bei der Suche nach sinnvollen und Wert schaffenden Zusammenhängen von großen Datenmengen. Man könnte somit sagen, Öl und Daten haben eine Gemeinsamkeit.

2. Das Erheben und Auswerten von Daten erfordert geeignete Infrastrukturen, wie kann man diese für sein Unternehmen etablieren?

Um Rohdaten erheben und auswerten zu können ist klarerweise eine technische Infrastruktur und ein maßgebliches IT-Know-how notwendig. Mit zahlreich angebotenen Cloud-Services kann ein Unternehmen einen großen Teil auslagern und das meist zu sehr attraktiven Kosten. Wenn ein Open-Data Ansatz gewählt wird, gibt es auch bereits Cloud-Services, die den Zugriff managen oder aber bei der Veredelung der Rohdaten zu anwendbaren Informationen unterstützen.

Bei kompany haben wir als IT-Unternehmen beispielsweise eine eigene Technologie mit der Bezeichnung ‚Real Time Semantic Search (ARTSS)’ entwickelt, um in Echtzeit aus mehreren Rohdatenquellen Informationen mit einem sehr hohen Qualitätsgrad zu erzeugen.

3. Welche neuen Geschäftsmodelle und -konzepte werden durch die intensive Auswertung von erhobenen Daten möglich?

Die Datenwelt ist in zwei Lager geteilt. Das Lager der Datenbesitzer und das Lager der Technologieunternehmen. Das Geschäftsmodell der Datenbesitzer basiert auf der Restriktion der Verfügbarkeit ihrer Daten. Das Geschäftsmodell der Technologieunternehmen ist es, die Daten so weit wie möglich verfügbar zu machen.

Wie wir aus der jüngsten Vergangenheit wissen, werden die traditionellen Datenbesitzer verlieren, wenn sie sich nicht schnell genug anpassen. Film- und Musikverlage haben gegen iTunes oder Spotify klar verloren. Sie haben es verabsäumt, neue Technologien in der Distribution und im Produktangebot zu forcieren.

Der Wert von Daten entsteht erst durch deren Verwendung. Mein liebstes Beispiel sind Wetterdaten: die Rohdaten werden meist durch staatliche Institutionen generiert. Die Verwendung und die Distribution ist jedoch nicht eingeschränkt und deswegen hat sich nicht nur ein milliardenschwerer Wetterinformationssektor in den letzten drei Jahrzehnten entwickelt, sondern auch eine gesunde Konkurrenz und eine ständige Weiterentwicklung des Angebots. Das ist eine internationale Erfolgsgeschichte, wie große Mengen von Basis-Daten kommerziell verwendet werden können.

Das Konzept von Big Data verlangt sicherlich neue, angepasste Geschäftsmodelle. Der Zugang zu Daten sollte immer offen und, wenn möglich, zu Grenzkosten angeboten und erst nach der Veredelung und der eigentlichen Verwendung inkrementell oder partiell verrechnet werden. Denn erst nach der Umwandlung von Rohdaten in Informationen wird ein Wert geschaffen. Meist sind die Datenbesitzer nicht so gut in dieser Umwandlung – das können Technologieunternehmen wesentlich besser.

4. Stichwort Big Data: Wo sind die Grenzen für die Informationsgewinnung aus Daten?

In erster Linie würde ich keine Grenzen setzen, denn dann ist die Möglichkeit der Informationsgewinnung von Anfang an eingeschränkt. Wer wäre sonst auf die Idee gekommen, dass es einen Wert hat, die anonymisierten Handydaten einer Stadtautobahn zu analysieren um den Verkehrsstrom in Echtzeit zu messen und den Verkehr zu steuern? Technisch sehe ich die Bearbeitung der massiven Datensätze nicht im Speicherbereich oder unbedingt in der verfügbaren Prozessorleistung. Technisch sind wir derzeit durch fehlende Analysetools, also einer Schicht oberhalb der Rohdatensätze, noch sehr eingeschränkt. Eine viel, viel größere Einschränkung, die wir durchbrechen müssen, ist das Fehlen von Data-Scientists – das menschliche Element. Experten, die Anforderungen an neue Analysetools bestimmen und riesige Datensätze humangerecht aufarbeiten können. Sonst sind die Rohdaten wertlos und es kann keine brauchbare Information daraus gewonnen werden.

Für mich ist die Informationsgewinnung per se keine ethische Frage. Die Menschheit hat einen intrinsischen Wissensdrang und das ist auch der bestimmende Faktor für den Lebensstandard der heutigen Zivilisation.

Eine Frage, auf die ich mich jedoch konzentriere, ist die Interoperabilität von Daten und wie veredelte Rohdaten wieder recycelt werden können, um daraus wieder neue, brauchbare Information gewinnen zu können.

5. Der Datenschutz in Deutschland scheint eine große Hürde zu bedeuten. Ist das wirklich so? Wie kann man damit umgehen?

Der Datenschutz in Deutschland ist aus gutem Grund streng. Ein Vorteil, speziell gegenüber der US-amerikanischen Regelung: die privaten Daten gehören dem Bürger und es gibt eine einheitliche bundesweite Regelung. Ich sehe die Rolle des Staates darin, dafür zu sorgen, dass das rechtliche Umfeld einerseits den Datenschutz verteidigt aber genauso sicherstellt, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, die neue Big Data Technologien und Innovation forcieren. Das ist im Sinne der Wirtschaft und somit auch der Bürger. Zusätzlich kann und muss der Staat auch die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass der Zugang zu Daten aus Regierungsdatenbanken der Privatwirtschaft zugänglich gemacht werden kann. Die Rolle sollte sich nicht auf Einschränkung konzentrieren, sondern darauf, den Zugang und die Verwendung zu reglementieren und weitgehend zu öffnen. Leider ist es ein globales Problem, dass der Gesetzgeber meist nur reaktiv auf neue Technologien reagiert. Mit einer klaren Open-Government und Open-Data Regelung könnte man sich jedoch proaktiv der Zukunft stellen.

Datenschutz als Wachstumsbremse

Datenschutz als Wachstumsbremse? © fotodo - Fotolia.com
Datenschutz als Wachstumsbremse? © fotodo - Fotolia.com

Datenschutz als Wachstumsbremse? © fotodo – Fotolia.com

In den letzten Wochen wurde viel über die EU-Datenschutzreform diskutiert. Wie bei allen Themen, kann man solche Neuregelungen immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten, je nach dem auf welcher Seite man steht. Was für den Verbraucher augenscheinlich mehr Sicherheit und Kontrolle über die persönlichen Informationen bedeutet, kann auf der anderen Seite viele heute noch kostenfreien Angebote nicht mehr möglich machen. weiterlesen

Staatlich geduldetes Raubrittertum

GEZ © Marek Gottschalk - Fotolia.com

GEZ © Marek Gottschalk - Fotolia.comDeutschland ist das Land der Steuern und Abgaben. Neben den den direkt und indirekt abgeschöpften Steuern, gibt es zwei weitere Institutionen, welche nach eigenem Gutdünken und unter staatlicher Protektion, nahezu uneingeschränkt schalten und walten können:

Als erstes wäre hier die GEZ (Gebühreneinzugszentrale) zu nennen, welche sich nun „ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“ schimpft und ab Januar diesen Jahres anstatt Rundfunkgebühren, den etwas freundlicher klingenden Rundfunkbeitrag erhebt. Unabhängig von Einkommen, Geräten oder Nutzerverhalten wird pro Haushalt pauschal eine Gebühr, oh, Entschuldigung -ein Beitrag- in Höhe von 17,98 Euro im Monat erhoben und eingesammelt. Es gibt kaum mehr Ausnahmen, was auf den ersten Blick im Gegensatz zu manch anderen Modellen in unserem Steuersystem fair klingt, und so kann man sich nur befreien, wenn man entweder schwerbehindert oder finanziell ohnehin auf staatliche Unterstützung angewiesen ist. weiterlesen

Ein Nachruf zum Young IT-Day und IT-Gipfel 2012 in Essen

Bloggerchallenge zum IT-Gipfel 2012 in Essen
Bloggerchallenge zum IT-Gipfel 2012 in Essen © BMWi

Bloggerchallenge zum IT-Gipfel 2012 in Essen © BMWi

Wie versprochen, möchte ich zu zunächst nur eine kleine Zusammenfassung des Young IT-Days (Montag) und des Nationalen IT-Gipfels (Dienstag) in Essen abliefern, dem ich als Blogger im Rahmen der Bloggerchallenge des BMWi beiwohnen durfte. Den ersten Eindruck vermittelten alleine die gewählten Locations. Der Young IT-Day fand im Sanaa Gebäude der Essener Folkwang-Universität auf dem Gelände des Zeche Zollvereins statt. Hier waren mehrere hundert Gäste geladen, über die Situation von Startups in Deutschland zu diskutieren. weiterlesen

Outlook geht online

first message

Nachdem Microsoft 1998 Hotmail für 400 Millionen Dollar übernahm, passierte -außer der Integration des Dienstes in die MSN-Plattform- lange Jahre erst mal nicht wirklich viel in Sachen Web-Mail-Dienst. Dennoch zählt Hotmail noch immer zu den weltweit größten Anbietern, wenn er auch in der letzten Zeit eher durch Sicherheitslücken auf sich aufmerksam machte.

Zwar schickt Microsoft mit jeder Betriebssystem-Installation den tief verwurzelten Outlook-Express Mail-Client ins Rennen, jedoch kann dieser mit jedem POP oder SMTP Maildienst genutzt werden und trägt somit nicht sonderlich zur Brand Awareness in Sachen Mail bei. Generell verlor Microsoft zuletzt immer mehr Boden auf die Top-Technologiekonzerne, hatte man doch den Online-Boom der letzten Jahre unterschätzt und verschlafen. weiterlesen

Verbraucherschutz im Internet

Buttonlösung
© cirquedesprit - Fotolia.com

Verbraucherschutz durch "Buttonlösung"

Mittlerweile kann nahezu jeder Internetnutzer aus eigener Erfahrung oder zumindest aus dem Bekanntenkreis von Abofallen und Abzockern im Netz berichten. Da werden vermeintlich kostenlose Dienste angeboten und zwei Wochen später, also nach Ablauf der Widerrufsfrist des Fernabsatzgesetzes, liegt bereits der Drohbrief mit der ultimativen Zahlungsaufforderung im Briefkasten. Kommt man dieser nicht nach, folgt dann auch unverzüglich schon der gerichtliche Mahnbescheid. Viele dieser schwarzen Schafe scheuen nach dem Einspruch zum Mahnbescheid den Gang zum Gericht und man hat Ruhe. Andere sind jedoch wiederum so professionell organisiert und über das Kleingedruckte in ihren AGBs rechtlich abgesichert, dass der kleine Klick an der falschen Stelle mit Gerichts- und Anwaltskosten sehr schnell sehr teuer werden kann. Aufgrund des fliegenden Gerichtsstands, bei der das zuständige Gericht auch schnell mal am anderen Ende der Republik liegen kann, lohnt es oftmals auch nicht den Rechtsweg einzuschlagen, da alleine die zusätzlichen Reisekosten im Falle des Verlustes nicht in Relation zur ursprünglichen Forderung stehen. weiterlesen

Schöne neue Social-Werbewelt

google-stand-v2

Glaubt man den vielen PR-Versprechungen die da täglich in unseren Mail-Postfächern landen, ist werben heute einfach wie nie. Meldungen, dass die Umsätze des einstigen Werbe-Stiefkinds Internet mittlerweile alle klassischen Medien in den Schatten stellt, werden allzugerne als Lockmittel benutzt, um auch noch die letzten bislang abstinenten Handwerker und Kneipiers ins Web zu locken.

Lange ist die Zeit vorbei, dass der Neffe der Nachbarin vom Arbeitskollegen der Frau eine “Page” bastelt, bieten doch mittlerweile fast alle Internetprovider Baukastensysteme für Internetseiten, mit vorgefertigten Layouts für den Arzt, den Hausmeisterservice oder den Computerladen um die Ecke an. Selbst rudimentäre Shops können inzwischen mit wenigen Klicks angelegt und online gestellt werden. weiterlesen

Datenschutz: Von Jägern und Sammlern

EU-Datenschutz: Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten
EU-Datenschutz: Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten

EU-Datenschutz: Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten

Was passiert mit meinen Daten? Könnte womöglich jemand Schaden damit anrichten? Und welche Möglichkeiten habe ich als Privatperson oder Unternehmen, meine gespeicherten Daten einzufordern und mitzunehmen?

“Schutz persönlicher Daten”:

So nennt sich eine gewaltige Datenschutzreform der EU-Kommision, um uns vor Datensammlern, Datenverwertern und Datenschleudern zu schützen. Doch auch Unternehmen fragen nicht zu Unrecht, welche behördlichen Auflagen sie in Zukunft wohl einhalten müssen.

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Onlinewerbung – ein Dauertrauerspiel

Foto von uriba (Flickr)Werbung im Internet ist in einem erbärmlichen Gesamtzustand. Für das Publikum ist der Großteil der Onlinewerbung lästig, wenn es sie überhaupt noch wahrnimmt. Für inhalteproduzierende Seitenbetreiber lohnt sich Werbung nur in Ausnahmefällen – oder, wenn sie das Publikum weitgehend unbezahlt die Inhalte erstellen lassen. Und für Werbetreibende ist die stetig abnehmende Effektivität der Werbemittel ernüchternd, es werden gerade mal nur 0,1% aller Anzeigen im Netz angeklickt. weiterlesen