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Freelanced: Selbstbestimmt Leben und Arbeiten

Coffee Break von 3EyePanda via Flickr (Creative Commons 2.0)

Coffee Break von 3EyePanda via Flickr (Creative Commons 2.0)

Am Tag der Arbeit hat Sascha Lobo einen sehr interessanten Artikel auf Spiegel Online verfasst. Ein Thema ist die abhängige vernetzte Beschäftigung in der Cloud und zukünftige freie und flexible Beschäftigungsmodelle. Zitat aus dem Artikel von Sascha Lobo: “Denn die Vielen verwechseln noch immer so etwas Wunderbares wie einen Beruf mit etwas so grauenvollem wie Karriere”. Diesen Artikel habe ich daher zum Anlass genommen, den selbstbestimmten Markt der IT-Freiberufler oder der Freelancer im Allgemeinen ein wenig genauer zu beleuchten und die Chancen für die Unternehmen aufzuzählen, die sich aus der Zusammenarbeit mit zufriedenen und selbstbewussten Freelancern ergeben können.

Open Data und e-Government – Initiativen für Transparenz und Offenheit

Eines der interessantesten Panels der kommenden Webciety findet am 4. März um 15 Uhr statt und trägt den Namen “Politik, Demokratie und das Web 2.0“.

Auf dieser Veranstaltung werden Markus Beckedahl, Anke Domscheit, Dr. Martin Lindner und Rolf Luehrs die Veränderungen diskutieren, die das Web 2.0 und die sozialen Medien auf die gesellschaftlichen und politischen Prozesse haben. Zwei Themen, die dabei ebenfalls eine Rolle spielen werden, sind Open Data und e-Government.

Linked Open DataWas ist Open Data?

Open Data bezeichnet das Bestreben, Wissen, Informationen und Daten für jedermann frei zugänglich zu machen.
Viele unterschiedliche Gruppierungen aus verschiedenen sozialen und politischen Bereichen suchen Wege und Mittel, um den gesellschaftlichen Übergang zur Wissensgesellschaft für alle Menschen gleichberechtigt möglich zu machen und die künstliche Verknappung von Informationsflüssen zu verhindern. Sie haben zum Ziel, die Zivilgesellschaft dadurch zu stärken, indem der freie Zugang zu Informationen eine Grundvoraussetzung wird.

Vor allem fordern die in Netzwerken und Gruppen organisierten Aktivisten den vollen und ungehinderten Zugang zu Daten aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung – mit der Einschränkung, dass nur Daten, die keinen Datenschutz- oder Sicherheitsbeschränkungen unterliegen freigegeben werden sollen.
Diese Forderung wird mit zwei Argumenten begründet: zum einen sei die Erhebung und das Anlegen dieser Daten aus Steuergeldern der Bürger finanziert, was die Daten zu einem Allgemeingut mache; zum anderen sei der Zugang zu den Informationen von gesellschaftlichem Nutzen, da dadurch jeder einzelne Bürger die Möglichkeit bekomme, qualifizierte Entscheidungen für sein individuelles Wohl zu fällen, sowie politische und gesellschaftliche Prozesse für alle Bürger offen, transparent, verständlich und zum Wohle der Menschen gestaltet werden können.

Durch die technischen Möglichkeiten, Daten auf vielfältige Weise auszuwerten und zu analysieren, ergeben sich mit dem Ziel, sowohl einen allgemeingültigen als auch einen für jedes Individuum konkreten Nutzen zu erreichen, viele Potentiale für die Entwicklung neuer Anwendungen und Dienste.

Der Begriff Open Data wird seit etwa fünf Jahren verwendet und ist somit vergleichsweise neu. In der Wissenschaft wird das Konzept der offen verfügbaren und standardisierten Daten jedoch schon seit längerem thematisiert. Die zentrale Forderung besagt, dass wissenschaftliche Daten der Allgemeinheit gehören, da sie Fakten darstellen und daher nicht copyrightberechtigt sind. Im Jahr 2004 unterzeichneten die Wissenschaftsminister aller OECD-Staaten eine Vereinbarung, wonach alle Daten, die durch öffentliche Gelder erhoben werden, frei zugänglich sein sollen.

e-governmentWas ist E-Government?

Der technische Fortschritt, damit ist in diesem Fall hauptsächlich das Internet gemeint, ermöglicht nicht nur Privatleuten, sondern auch dem Staat im Dialog mit den Bürgern und staatlichen Institutionen in internen Prozessen vereinfachte Wege der Organisation und Durchführung von Informationsaustausch und Kommunikation. Zu diesem Zwecke werden zurzeit in vielen Nationen die Rahmenbedingungen geschaffen, um E-Government auf allen Ebenen zu etablieren. Besonders das innovations- und technologiefeindlicheängstliche Deutschland hinkt bei der Schaffung dieser Rahmenbedinungen Ländern wie den USA oder Großbritannien hinterher.

Neben technischen und rechtlichen Hürden gilt es dabei vor allem, die Akzeptanz der neuen Informations- und Kommunikationstechniken bei allen Bürgern (und vor allem Entscheidungsträgern) zu erreichen. Denn die Vorteile für beide Seiten (Bürger und Behörden) liegen auf der Hand: Der Bürger ist nicht mehr an Öffnungszeiten gebunden, um in Kontakt mit den Behörden zu treten oder individuelle Informationen zu erhalten. Er erhält einen besseren Einblick in die Abläufe und Regelungen, da ihm alle Formulare, Bestimmungen und Gesetze zur Verfügung gestellt werden. Behörden können viele Verwaltungsprozesse standardisieren und automatisieren, um Ressourcen für Sonderfälle zu schaffen, was Kosten spart, serviceorientierter wird und die Transparenz (und damit Akzeptanz bei den Bürgern) erhöht.

Bis es aber vor allem in Deutschland so weit ist, dass man sich nach einem Umzug einfach online ummelden kann oder für die Beantragung eines Reisepasses nicht mehr stundenlang im Bürgeramt warten muss, werden, besonders aufgrund der geringen Bereitschaft eines Großteils der Bevölkerung, sich innovativen Verwaltungsabläufen zu öffnen, noch ein paar Jahre ins Land gehen.

[Quellen: 1, 2, 3, 4, 5]

Meine Aufmerksamkeitsökonomie

Cookies 2.0

Beim Überfliegen der CeBit Webciety Programmübersicht +++ geht gleich weiter, muss mal schnell eine Kundenmail beantworten +++ fiel mir besonders der Programmpunkt “Echtzeit-Web und die Aufmerksamkeitsökonomie” ins Auge und ich habe mich gefragt, +++ geht gleich weiter, ich schreibe nur schnell einen lustigen Tweet auf Twitter +++ warum dieser “Aufmerksamkeitsökonomie” so viel Beachtung geschenkt wird.

Ich verstehe den Begriff “Aufmerksamkeitsökonomie” so: Jeder Mensch +++ geht gleich weiter, ich muss nur mal schnell das Lied, das ich gerade höre, bei Last.fm als Favorit markieren +++ hat eine begrenzte Aufnahmefähigkeit. Dem gegenüber stehen Informationen, die sich täglich darum bewerben, Aufmerksamkeit zu erhalten. Die Aufgabe jedes einzelnen besteht nun darin, die Aufmerksamkeit so auf die Informationen zu verteilen, dass jeder für sich die optimale Kombination findet.

Call-for-Participation: ZEEbit iPhone Performance

Am CeBIT Freitag (05.03.2010) wird die ZEE. Zaboura Eichstaedt Experience. ihr einjähriges Jubiläum mit einer Performance auf der CeBIT Webciety krönen. Das Duo – bestehend aus Nadia Zaboura (Z von ZEE) und Björn Eichstädt (E von ZEE) – werden um 15:50 Uhr ihre “iPhone Musik und Spoken Word Performance” mit dem Titel “ZEEbit iPhone Performance” durchführen – und das ganz im partizipativen Stile.
Denn die Performance wird auf zwei Ebenen ablaufen: Erstens als Live-Performance – hierbei spielen mehrere iPhone-Musiker live vor Ort mit den iPhone Apps “Bloom”, “Bebot” und “IntoInfinity” in einem gemeinsamen, live improvisierenden Orchester, das von Björn Eichstädt geleitet wird. Begleitet wird diese iPhone-Orchestrierung durch eine “Spoken Word Performance” von Nadia Zaboura, welche die zentralen Themen der aktuellen Web-Gesellschaft verarbeiten wird.
Desweiteren werden Soloaufnahmen, die “iPhone Musiker” zuvor auf YouTube hochgeladen haben, als Samples über eine Meta-Website angesteuert (inspiriert von dem Internetprojekt “In Bb 2.0 – http://www.inbflat.net/“). Auf dieser Website werden bis zu 20 Solo-iPhone-Musik-Videos angeordnet sein, die individuell während der Live-Performance zugespielt werden. Es kommt also zu einer Verschmelzung von Live-Interaktion und der Verwendung von “Konservenmaterial” aus dem Netz, das wiederum live in die Performance eingebunden wird. Durch den Livestream zurück ins Netz entsteht zudem eine weitere Ebene der Rezeption.
Für diese Performance werden nun Mit-Teilnehmer gesucht:
  1. iPhone Nutzer, die am 5.3. vor Ort auf der CeBIT / Webciety live mitspielen möchten. Diese iPhone User sollten ihr iPhone mitbringen und die Apps “Bloom”, “Bebot” sowie “IntoInfinity” zuvor auf ihr Smartphone aus dem AppStore geladen haben
  2. iPhone Nutzer, die zwar nicht vor Ort sind oder nicht live mitspielen möchten, aber zuhause ein kleiner Video von etwa 2-3 Minuten Länge einspielen und dieses auf YouTube hochladen. Musikprogramme, die hier für das iPhone bevorzugt genutzt werden sollten sind: Cosmovox, RjDj, Zephyr, iKoto, Bebot, Bloom, Trope, Air und ähnliche. Gerne können aber auch Gameboys, Nintendo DS oder auch nicht digitale Instrumente eingesetzt werden. Inspiriert ist dieser Teil der Performance vom Netzprojekt “In Bb 2.0″ (http://www.inbflat.net/).
Wer in der ein oder anderen Form an der Performance teilnehmen möchte, der melde sich bitte bei Björn Eichstädt (b.eichstaedt -at- googlemail.com) oder Nadia Zaboura (nadia.zaboura -at- googlemail.com).
Bisherige Performances (für einen Eindruck) gibt es unter http://www.zeeing.de zu sehen.

Tschüß 2009! Willkommen 2010!Bye-bye 2009! Welcome 2010!

Es ist mal wieder soweit – der letzte Tag des Jahres und man(n) fängt an zu sinnieren, was war und was kommt. Facebook, Twitter, Echtzeit-Web, “App Economy” und vieles mehr bewegt das Netz und alles, was damit in Verbindung steht (aka Webciety!) … Ich erspare mir weitere unqualifizierte Aussagen, die andererorts wie hier, hier oder hier schon viel besser niedergeschrieben wurden und verweise lieber auf das aktuelle Projekt der Hannoverschen Zeitung: #500Momente

Und zum Abschluß dann noch das Jahresdestillat von Sixtus vs. Lobo:

Sixtus vs. Lobo – Destillat 2009

Einen guten Rutsch und bis morgen – denn da startet hier der Jeden-Tag-ein-Blogpost-Countdown bis zur CeBIT Webciety!The last day of the year and everybody’s looking back and forth – we are looking forward to the CeBIT Webciety 2010 starting in 60 days. From a running project of the local newspaper in Hannover where the Twitter folks are posting the best 100 moments of this ending year – I’d like to share the link to the project of Matt Harding with you – which is shows again the power of the underlying net society (aka webciety!):

And here more moments of @haz:

Die neuen Mechanismen der NetzgesellschaftMechanics of the Net Society

Das Jahr nähert sich dramatisch schnell dem Ende und wir sind fleissig an der Fertigstellung des Programms für die CeBIT Webciety 2010. Die aktuelle Diskussion zum Flashmob als neue Form des Arbeitskampfes zeigt einmal mehr die Relevanz des Themas – auch wenn es manche immer noch nicht anerkennen wollen. Was wir auf der CeBIT unter dem Titel “Mechanismen der Netz-Gesellschaft” am Mittwoch (03.03.) diskutieren wollen, ist der Aspekt – wie weite Teile unserer Gesellschaft Zug um Zug durch die virtuelle Vernetzung seiner Individuen beeinflusst und die klassische Ordnungsschemata unterlaufen werden. Da bejubelt die Masse die Kanzlerin bei einer Wahlveranstaltung, ein Einzelner startet eine “Moonwalk-Tribute” von Tausenden in London oder 1500 Jugendliche kaufen 10354 Burger in einem Fast-Food-Restaurant – sei es zum Spaß, für die Kunst oder als Protest die Motivationen sind durchaus verschieden, aber eins ist gemein: die Aktionen sind eine Form unserer Netz-Gesellschaft. Zusammen mit Susanne Fittkau von Fittkau & Maaß wollen wir dabei aktuelle Ergebnisse der W3B-Studie diskutieren, mit Robin Hamman von Headshift / London den Blick auf die englische Gesellschaft werfen und einigen weiteren Diskussionsteilnehmern die Auswirkungen dieser Entwicklungen für die gesellschaftlichen Zusammenhänge erörtern.

Als zentrale These steht dabei die Annahme im Raum, dass das Internet die Superstruktur unseres Gesellschaftsmodells verändert und dass es durch die Vernetzung im Social Web zu einem Paralleluniversum kommt, in dem neue Möglichkeiten bestehen und welches neuen Gesetzmäßigkeiten unterworfen ist.The year’s end is approaching and we are busily working on the program for CeBIT Webciety while an actual discussion in Germany is just reminding me of the relevance of our upcoming program. The heart of this discussion is about flashmobs as a mean for the labour dispute because some sections of the union of the retailing sector have organized some flashmobs where union members have entered supermarkets, loaded their shopping trolley with a bunch of articles and then left the loaded trolley in front of the checkout without paying. In this story Facebook is brought up as the main source for promoting and distributing the message about the flashmob.

This again illustrates the power of the net and the society being reorganized with the means of the net. This will also be the topic of the panel discussion about the “mechanics of the networked society” on Wednesday (03.03.) – with Susanne Fittkau from the German net researcher Fittkau & Maaß, Robin Hamman from Headshift in London and some more panelist that I am looking forward to announce soon.

Heute: Erste Programmvorstellung beim Webmontag HannoverCeBIT Webciety 2010 – have a first glance!

Zusammen mit Kathrin Schmitz gebe ich heute beim Webmontag Hannover erste Einblicke das geplante Programm des Konferenzteils der CeBIT Webciety 2010. Im Großen und Ganzen bleibt dabei alles beim Alten: es gibt jeden Tag sechs interessante Themen-Panels, die vorwiegend aus Diskussionsrunden mit evt. kurzweiligen Einführungsvorträgen bestehen und durch sogenannte Entertainment-Slots unterbrochen werden (siehe Format-Erklärung). Neu dagegen ist, dass die Webciety 2010 verschiedene Leitthemen-Stränge hat, die als Themenraster “hinter” dem Programm liegen. Im Kern geht es dabei um vier Themen, die hier im Blog auch mit eigenen Kategorien abgebildet sind: Personal Brand & Identity, Collective Influence & Mind, Share & Network Economy und Living in the Cloud. Diese Themenstränge sind für uns die wesentlichen Dimensionen, entlang derer die derzeitigen Veränderungen im “Web” und der “Gesellschaft” – kurz der “Webciety” – diskutiert werden können. (Details zu den einzelnen Themensträngen gibt es in den kommenden Wochen…) – hier nun aber erstmal die Folien, die es heute beim Webmontag zu sehen gibt:

Just to let you know about the actual planning for CeBIT Webciety 2010 – here is a short presentation I will give tonight at the Webmontag in Hannover. The presentation is in German – but the slide with the program at the end is mainly in English: