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Freelanced: Selbstbestimmt Leben und Arbeiten

Coffee Break von 3EyePanda via Flickr (Creative Commons 2.0)

Coffee Break von 3EyePanda via Flickr (Creative Commons 2.0)

Am Tag der Arbeit hat Sascha Lobo einen sehr interessanten Artikel auf Spiegel Online verfasst. Ein Thema ist die abhängige vernetzte Beschäftigung in der Cloud und zukünftige freie und flexible Beschäftigungsmodelle. Zitat aus dem Artikel von Sascha Lobo: “Denn die Vielen verwechseln noch immer so etwas Wunderbares wie einen Beruf mit etwas so grauenvollem wie Karriere”. Diesen Artikel habe ich daher zum Anlass genommen, den selbstbestimmten Markt der IT-Freiberufler oder der Freelancer im Allgemeinen ein wenig genauer zu beleuchten und die Chancen für die Unternehmen aufzuzählen, die sich aus der Zusammenarbeit mit zufriedenen und selbstbewussten Freelancern ergeben können.

Schöne neue Social-Werbewelt

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Glaubt man den vielen PR-Versprechungen die da täglich in unseren Mail-Postfächern landen, ist werben heute einfach wie nie. Meldungen, dass die Umsätze des einstigen Werbe-Stiefkinds Internet mittlerweile alle klassischen Medien in den Schatten stellt, werden allzugerne als Lockmittel benutzt, um auch noch die letzten bislang abstinenten Handwerker und Kneipiers ins Web zu locken.

Lange ist die Zeit vorbei, dass der Neffe der Nachbarin vom Arbeitskollegen der Frau eine “Page” bastelt, bieten doch mittlerweile fast alle Internetprovider Baukastensysteme für Internetseiten, mit vorgefertigten Layouts für den Arzt, den Hausmeisterservice oder den Computerladen um die Ecke an. Selbst rudimentäre Shops können inzwischen mit wenigen Klicks angelegt und online gestellt werden.

Old Spice zeigt was mit Social Media geht

Man nehme einen gutaussehenden, sportlichen Schauspieler mit Ausstrahlung, bevorzugt einen ehemaligen Spitzensportler. Dann baue man für diesen Schauspieler einen ebenso sportlichen und sympathischen Charakter. Dann drehe man einen Aufsehen erregenden und über alle Medien hinaus positiv erwähnten Werbespot, der zur teuersten und umkämpftesten Sendezeit des ganzen Jahres ausgestrahlt wird. Dann ruhe man sich aber nicht auf den Lorbeeren aus, sondern trete in den direkten Kundendialog ein. Und zwar richtig und nicht einfach nur alibimäßig wie alle anderen.

Der neue Old-Spice-Man ist der Schauspieler und ehemalige Football-Profi Isaiah Mustafa. Er ist das neue Gesicht von “Old Spice”, einer der bekanntesten Männerpflegeserien weltweit. Angefangen hat die “Old Spice”-Kampagne mit diesem großartigen Spot, der in einer der Werbepausen des Superbowls ausgestrahlt und seitdem bei Youtube mittlerweile mehr als 12 Millionen mal angesehen wurde.

Open Data und e-Government – Initiativen für Transparenz und Offenheit

Eines der interessantesten Panels der kommenden Webciety findet am 4. März um 15 Uhr statt und trägt den Namen “Politik, Demokratie und das Web 2.0“.

Auf dieser Veranstaltung werden Markus Beckedahl, Anke Domscheit, Dr. Martin Lindner und Rolf Luehrs die Veränderungen diskutieren, die das Web 2.0 und die sozialen Medien auf die gesellschaftlichen und politischen Prozesse haben. Zwei Themen, die dabei ebenfalls eine Rolle spielen werden, sind Open Data und e-Government.

Linked Open DataWas ist Open Data?

Open Data bezeichnet das Bestreben, Wissen, Informationen und Daten für jedermann frei zugänglich zu machen.
Viele unterschiedliche Gruppierungen aus verschiedenen sozialen und politischen Bereichen suchen Wege und Mittel, um den gesellschaftlichen Übergang zur Wissensgesellschaft für alle Menschen gleichberechtigt möglich zu machen und die künstliche Verknappung von Informationsflüssen zu verhindern. Sie haben zum Ziel, die Zivilgesellschaft dadurch zu stärken, indem der freie Zugang zu Informationen eine Grundvoraussetzung wird.

Vor allem fordern die in Netzwerken und Gruppen organisierten Aktivisten den vollen und ungehinderten Zugang zu Daten aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung – mit der Einschränkung, dass nur Daten, die keinen Datenschutz- oder Sicherheitsbeschränkungen unterliegen freigegeben werden sollen.
Diese Forderung wird mit zwei Argumenten begründet: zum einen sei die Erhebung und das Anlegen dieser Daten aus Steuergeldern der Bürger finanziert, was die Daten zu einem Allgemeingut mache; zum anderen sei der Zugang zu den Informationen von gesellschaftlichem Nutzen, da dadurch jeder einzelne Bürger die Möglichkeit bekomme, qualifizierte Entscheidungen für sein individuelles Wohl zu fällen, sowie politische und gesellschaftliche Prozesse für alle Bürger offen, transparent, verständlich und zum Wohle der Menschen gestaltet werden können.

Durch die technischen Möglichkeiten, Daten auf vielfältige Weise auszuwerten und zu analysieren, ergeben sich mit dem Ziel, sowohl einen allgemeingültigen als auch einen für jedes Individuum konkreten Nutzen zu erreichen, viele Potentiale für die Entwicklung neuer Anwendungen und Dienste.

Der Begriff Open Data wird seit etwa fünf Jahren verwendet und ist somit vergleichsweise neu. In der Wissenschaft wird das Konzept der offen verfügbaren und standardisierten Daten jedoch schon seit längerem thematisiert. Die zentrale Forderung besagt, dass wissenschaftliche Daten der Allgemeinheit gehören, da sie Fakten darstellen und daher nicht copyrightberechtigt sind. Im Jahr 2004 unterzeichneten die Wissenschaftsminister aller OECD-Staaten eine Vereinbarung, wonach alle Daten, die durch öffentliche Gelder erhoben werden, frei zugänglich sein sollen.

e-governmentWas ist E-Government?

Der technische Fortschritt, damit ist in diesem Fall hauptsächlich das Internet gemeint, ermöglicht nicht nur Privatleuten, sondern auch dem Staat im Dialog mit den Bürgern und staatlichen Institutionen in internen Prozessen vereinfachte Wege der Organisation und Durchführung von Informationsaustausch und Kommunikation. Zu diesem Zwecke werden zurzeit in vielen Nationen die Rahmenbedingungen geschaffen, um E-Government auf allen Ebenen zu etablieren. Besonders das innovations- und technologiefeindlicheängstliche Deutschland hinkt bei der Schaffung dieser Rahmenbedinungen Ländern wie den USA oder Großbritannien hinterher.

Neben technischen und rechtlichen Hürden gilt es dabei vor allem, die Akzeptanz der neuen Informations- und Kommunikationstechniken bei allen Bürgern (und vor allem Entscheidungsträgern) zu erreichen. Denn die Vorteile für beide Seiten (Bürger und Behörden) liegen auf der Hand: Der Bürger ist nicht mehr an Öffnungszeiten gebunden, um in Kontakt mit den Behörden zu treten oder individuelle Informationen zu erhalten. Er erhält einen besseren Einblick in die Abläufe und Regelungen, da ihm alle Formulare, Bestimmungen und Gesetze zur Verfügung gestellt werden. Behörden können viele Verwaltungsprozesse standardisieren und automatisieren, um Ressourcen für Sonderfälle zu schaffen, was Kosten spart, serviceorientierter wird und die Transparenz (und damit Akzeptanz bei den Bürgern) erhöht.

Bis es aber vor allem in Deutschland so weit ist, dass man sich nach einem Umzug einfach online ummelden kann oder für die Beantragung eines Reisepasses nicht mehr stundenlang im Bürgeramt warten muss, werden, besonders aufgrund der geringen Bereitschaft eines Großteils der Bevölkerung, sich innovativen Verwaltungsabläufen zu öffnen, noch ein paar Jahre ins Land gehen.

[Quellen: 1, 2, 3, 4, 5]

Einkaufsgemeinschaften

Das deutsche Internet geht unter die Echtzeit-Schnäppchenjäger.

Eine gute Handvoll Start Ups drängt zurzeit auf den noch jungen deutschen Markt des “One Product A Day”-Live-Shoppings. Die Idee kommt, wie so oft, ursprünglich aus den USA, wo Groupon seinen Benutzern seit November 2008 unter dem Motto “Collective Buying Power” lokale Rabattaktionen anbietet.

GrouponJeden Tag wird dem Nutzer dabei für seine gewünschte Stadt ein neues, stark vergünstigtes Angebot vorgestellt. Diese Angebote umfassen meist Dienstleistungen und Aktivitäten wie Restaurant-, Bar-, Museums-, Ausstellungsbesuche oder Konzerte. Wollen an diesem Tag genug Nutzer das Angebot wahrnehmen, kommt es zustande. Finden sich nicht genügend Leute, die dieses Angebot kaufen möchten, verfällt es. Der Seitenbetreiber fordert durch dieses Prinzip also seine Nutzer auf, ständig neue Nutzer zu werben, damit die Chance steigt, ein Schnäppchen zu machen.

In Deutschland sprießen die Groupon-Klone und -Abklatsche gerade wie Schimmelpilze aus meinem undichten Fenster. Die Angebotsbreite steckt auf jeder der Seiten noch in den Kinderfüßen und es wird spannend zu beobachten sein, wer sich in der Gunst der Nutzer am Ende durchsetzen wird. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass auf dem bisher sehr übersichtlichen deutschen Markt auf lange Sicht mehrere dieser Seiten überleben können.

Vier Groupon-Klone möchte ich ganz kurz nennen:

City Deal – “Deine Stadt zum halben Preis”: Für sieben deutsche Städte werden täglich Angebote zum mehr oder weniger halben Preis angeboten. Sieht von allen Angeboten am fertigsten aus. Also fertig im Sinne von ausgereift.

CoupoMania – “Die Highlights Deiner Stadt”: Man kann aus drei Städten wählen, aber Angebote gibt es bisher nur für Hamburg.

Daily Deal – “Der beste Rabatt für Deine Stadt”: Aus 14 Städte kann man bei Daily Deal aussuchen. Dummerweise sind neun davon nicht aktiv. Die Rabatte reichen von etwa 30% bis etwa 50%.

Heimatpreis – “Gemeinsam Beute machen”: Diese Seite richtet sich an Münchner Nutzer.

Es wird wahrscheinlich nicht lange dauern, bis das Prinzip “Einkaufsgemeinschaft” nicht mehr nur auf Dienstleistungen, Aktivitäten und Veranstaltungen beschränkt bleibt, sondern die ersten Angebote für gemeinschaftliche Produktkäufe an den Start gehen.

Google lässt in Street View plakatieren

Google hat mal wieder einen neuen Werbemarkt entdeckt. Und zwar im eigenen Haus. „Claiming Real Estate in Panoramic or 3D Mapping Environments for Advertising“ lautet die Bezeichnung für ein Patent, mit dem Google Werbeflächen in Google Maps und Street View anbieten will.

Techniques for identifying groups of features in an online geographic view of a real property and replacing and/or augmenting the groups of features with advertisement information [...]

Google will demnach für Werbekunden interessante Gebäude identifizieren und die am oder in der Nähe des Gebäudes zu findenen Hinweis- und Werbetafeln durch aktuelle, in einem Auktionsverfahren vergebene, Werbung ersetzen. Beispielsweise soll es zukünftig möglich sein, die vom Google Street Car gefilmten Plakatwände oder Hinweistafeln vor Kinos bzw. Theatern zu buchen.

Und ich freue mich jetzt schon auf den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2013, wenn die SPD in Google Street View alle Werbeflächen vor dem Konrad-Adenauer-Haus bucht und mit dem Konterfei von Klaus Wowereit pflastert.

(via GoRumors)

Meine Aufmerksamkeitsökonomie

Cookies 2.0

Beim Überfliegen der CeBit Webciety Programmübersicht +++ geht gleich weiter, muss mal schnell eine Kundenmail beantworten +++ fiel mir besonders der Programmpunkt “Echtzeit-Web und die Aufmerksamkeitsökonomie” ins Auge und ich habe mich gefragt, +++ geht gleich weiter, ich schreibe nur schnell einen lustigen Tweet auf Twitter +++ warum dieser “Aufmerksamkeitsökonomie” so viel Beachtung geschenkt wird.

Ich verstehe den Begriff “Aufmerksamkeitsökonomie” so: Jeder Mensch +++ geht gleich weiter, ich muss nur mal schnell das Lied, das ich gerade höre, bei Last.fm als Favorit markieren +++ hat eine begrenzte Aufnahmefähigkeit. Dem gegenüber stehen Informationen, die sich täglich darum bewerben, Aufmerksamkeit zu erhalten. Die Aufgabe jedes einzelnen besteht nun darin, die Aufmerksamkeit so auf die Informationen zu verteilen, dass jeder für sich die optimale Kombination findet.

Call-for-Participation: ZEEbit iPhone Performance

Am CeBIT Freitag (05.03.2010) wird die ZEE. Zaboura Eichstaedt Experience. ihr einjähriges Jubiläum mit einer Performance auf der CeBIT Webciety krönen. Das Duo – bestehend aus Nadia Zaboura (Z von ZEE) und Björn Eichstädt (E von ZEE) – werden um 15:50 Uhr ihre “iPhone Musik und Spoken Word Performance” mit dem Titel “ZEEbit iPhone Performance” durchführen – und das ganz im partizipativen Stile.
Denn die Performance wird auf zwei Ebenen ablaufen: Erstens als Live-Performance – hierbei spielen mehrere iPhone-Musiker live vor Ort mit den iPhone Apps “Bloom”, “Bebot” und “IntoInfinity” in einem gemeinsamen, live improvisierenden Orchester, das von Björn Eichstädt geleitet wird. Begleitet wird diese iPhone-Orchestrierung durch eine “Spoken Word Performance” von Nadia Zaboura, welche die zentralen Themen der aktuellen Web-Gesellschaft verarbeiten wird.
Desweiteren werden Soloaufnahmen, die “iPhone Musiker” zuvor auf YouTube hochgeladen haben, als Samples über eine Meta-Website angesteuert (inspiriert von dem Internetprojekt “In Bb 2.0 – http://www.inbflat.net/“). Auf dieser Website werden bis zu 20 Solo-iPhone-Musik-Videos angeordnet sein, die individuell während der Live-Performance zugespielt werden. Es kommt also zu einer Verschmelzung von Live-Interaktion und der Verwendung von “Konservenmaterial” aus dem Netz, das wiederum live in die Performance eingebunden wird. Durch den Livestream zurück ins Netz entsteht zudem eine weitere Ebene der Rezeption.
Für diese Performance werden nun Mit-Teilnehmer gesucht:
  1. iPhone Nutzer, die am 5.3. vor Ort auf der CeBIT / Webciety live mitspielen möchten. Diese iPhone User sollten ihr iPhone mitbringen und die Apps “Bloom”, “Bebot” sowie “IntoInfinity” zuvor auf ihr Smartphone aus dem AppStore geladen haben
  2. iPhone Nutzer, die zwar nicht vor Ort sind oder nicht live mitspielen möchten, aber zuhause ein kleiner Video von etwa 2-3 Minuten Länge einspielen und dieses auf YouTube hochladen. Musikprogramme, die hier für das iPhone bevorzugt genutzt werden sollten sind: Cosmovox, RjDj, Zephyr, iKoto, Bebot, Bloom, Trope, Air und ähnliche. Gerne können aber auch Gameboys, Nintendo DS oder auch nicht digitale Instrumente eingesetzt werden. Inspiriert ist dieser Teil der Performance vom Netzprojekt “In Bb 2.0″ (http://www.inbflat.net/).
Wer in der ein oder anderen Form an der Performance teilnehmen möchte, der melde sich bitte bei Björn Eichstädt (b.eichstaedt -at- googlemail.com) oder Nadia Zaboura (nadia.zaboura -at- googlemail.com).
Bisherige Performances (für einen Eindruck) gibt es unter http://www.zeeing.de zu sehen.

New Year’s Resolution

Na – dann werden wir uns mal anstrengen! Happy New Year!

Tschüß 2009! Willkommen 2010!Bye-bye 2009! Welcome 2010!

Es ist mal wieder soweit – der letzte Tag des Jahres und man(n) fängt an zu sinnieren, was war und was kommt. Facebook, Twitter, Echtzeit-Web, “App Economy” und vieles mehr bewegt das Netz und alles, was damit in Verbindung steht (aka Webciety!) … Ich erspare mir weitere unqualifizierte Aussagen, die andererorts wie hier, hier oder hier schon viel besser niedergeschrieben wurden und verweise lieber auf das aktuelle Projekt der Hannoverschen Zeitung: #500Momente

Und zum Abschluß dann noch das Jahresdestillat von Sixtus vs. Lobo:

Sixtus vs. Lobo – Destillat 2009

Einen guten Rutsch und bis morgen – denn da startet hier der Jeden-Tag-ein-Blogpost-Countdown bis zur CeBIT Webciety!The last day of the year and everybody’s looking back and forth – we are looking forward to the CeBIT Webciety 2010 starting in 60 days. From a running project of the local newspaper in Hannover where the Twitter folks are posting the best 100 moments of this ending year – I’d like to share the link to the project of Matt Harding with you – which is shows again the power of the underlying net society (aka webciety!):

And here more moments of @haz: