Der Sommer ist vorbei und die Vorbereitungen für die Webciety 2011 sind schon angelaufen. Und damit schon mal die Anwort auf eine wichtige Frage: Ja, die Webciety wird es auch zur CeBIT 2011 als Sonderfläche in Halle 6 geben!
Warum sollte das Themenforum mit Konferenzprogramm und besonderer Ausstellungsfläche auch wegfallen, jetzt wo das “Web 2.0″ im Herzen der Gesellschaft angekommen ist. Denn wie vor ein paar Tage schon ausgerufen wurde – der “Social Media Hype” ist tot, die sozialen Medien leben nun aber weiter als integraler Bestandteil der Internet-Wirtschaft. Und damit ist der vor knapp zwei Jahren von der CeBIT und Sascha gesetzte Slogan “Webciety – The Internet is coming home.” einmal mehr relevant.
Dennoch gibt es für die Webciety und das Themenprogramm in 2011 ein paar Änderungen. Aufgrund der thematischen Neuaufteilung der CeBIT in CeBIT pro, CeBIT gov, CeBIT lab und CeBIT life wurden einige Themen der letzten Jahre aus dem Programm 2011 ausgegrenzt.
Der Fokus für das Programm der Webciety 2011 liegt damit stärker auf Technologie-verwandten Themen rund um den Wandel von Wirtschaft und Geschäftprozessen durch das Internet und hier vorallem durch die Entwicklungen, die mit den sozialen Interaktionsansätzen und dem sog. Web 2.0 einhergehen. So werden also durchaus interessanten, aber vielmehr allgemeineren Diskussionen wie z.B. die “Entwicklung der Social Networks” weniger Bestandteil des Webciety-Programms als vielmehr Bestandteil der Diskussionen im Themenschwerpunkt der CeBIT live.
Die Diskussionen auf der Webciety 2011 drehen sich vielmehr um die Veränderungen der klassischen “Business Solutions” (oder auf Deutsch der Geschäftsprozessanwendungen) durch die Erweiterungen und Ergänzung eines “social layers” drehen. Als neue Schlagworte sind hier der Begriff des “Social Business Design” und der “Social-Business”-Lösungen zu nennen, unter den man nun die “neuen” bzw. “erweiterten” Geschäftsanwendungen versteht.
Nun ist es natürlich ein berechtigte Frage, ob es neben dem Begriff der “Webciety” noch so ein omminöses und zunächst einmal wenig aussagendes Schlagwort braucht – insbesondere nach dem Abgesang auf den “Social Media Hype”! Und wenn man dann noch “googlet” – wird man fündig, dass es sich bei der Begrifflichkeit “Social Business Design” um einen Begriff handelt, der von dem amerikanischen Beratungsunternehmen Dachis Group definiert wurde.
Hier die Definition von Peter Kim:
Social Business Design is the intentional creation of dynamic and socially calibrated systems, process, and culture.
Its goal: helping organizations improve value exchange among constituents.
Social Business Design uses a framework of four mutually exclusive, collectively exhaustive archetypes: ecosystem, hivemind, dynamic signal, and metafilter. This model can be applied to improve customer participation, workforce collaboration, and business partner optimization. Doing so provides insight to help measure and manage business to produce improved and emergent outcomes.
Aber gerade der Abgesang auf den “Social Media Hype” zeigt einmal mehr, dass das Web 2.0 -Dingens nun integraler Bestand aller Geschäftsprozesse wird und nichts Alleinstehendes mehr ist. Die “soziale Interaktion” ist ein Kernelement der Internet-Nutzung geworden. Allgemeine Gemütsäußerungen, Bilder, Links, Beschreibungen von Produkten, Geschäftsberichte, Produktkonfigurationen oder Produktionsstati werden mit den Möglichkeiten der sozialen Interaktionsmechanismen zu “sozialen Objekten“. Die für “jedermann” (sicherlich gibt es auch geschlossene bzw. begrenzte Systeme, in denen sich das “jedermann” nur auf den authentifizierten Benutzerkreis bezieht!) ersichtliche Anreicherung der Objekte durch Auszeichnungen, Empfehlungen, Kommentaren, Verbesserungen etc. aufgrund der sozialen Interaktion fügt dem Objekt einen Wert hinzu. Und diese Wertschöpfung einerseits und die damit einhergehende Veränderung der Geschäftsprozesse ist ein wichtiges Thema, was – wie das Internet – nicht mehr “weggeht” – auch nicht mit dem Abgesang des Hypes!
Daher ist die Zeit reif über konkrete Geschäftsanwendungen mit dem erweiterten sozialem Funktionsumfang zu diskutieren! Im ersten Planungsschritt haben wir für uns mal einige Kernthemen und die darum angrenzenden Diskussionsthemen für das Themenspektrum festgelegt:

Zu den Kernthemen wird es Dienstag bis Freitag jeweils um 12:40 Uhr eine “Keynote”-Session mit spannenden internationalen Referenten geben. Die übrigen Themen teilen sich entgegen dem Programm der vorhergehenden Jahren in drei Formate auf:
- Fachpanel: Hier diskutieren wir Themen, die noch wenig konkret, aber in der Entwicklung und Reife stehen. So z.B. das Thema Augmented Reality. Es gibt erste Pilotanwendungen über die man sprechen kann, aber in der Breite ist das Thema noch nicht angekommen.
- Practice-Panel: Hier werden Unternehmensvertreter abgeschlossene Projekte vorstellen. Denn bei einigen Themen wie z.B. neuen Kollaborationskonzepten in den Unternehmen gibt es auch in Deutschland sehr gute Projekterfahrungen, von denen bereits etwas gelernt werden kann.
- Technologie-Panel: Hier werden Technologie-Innovationen diskutiert – also eher Anwendungen in der Frühphase.
Es gibt durchaus schon einen ersten Programmplan, wobei aber immer noch vieles im “Fluss” ist. Daher möchte ich hier nun auch den Startschuss für eine Diskussion und für ergänzende Vorschläge geben. Gerne können über folgendes Formular auch konkrete Themen- bzw. Vortragvorschläge gemacht werden.
Ich freue mich auf das Feedback!
