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KeePass: Passwörter sicher aufbewahren

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Die liebe Kollegin Daniela hat letztens über mobile Passwort-Manager berichtet. Sicherlich, es gibt unzählige Lösungen, Passwörter sicher zu verwahren. Gefühlte 1000 Programme und Apps buhlen um die Aufmerksamkeit des Benutzers, die Verbreitung von mobilen Plattformen macht die Auswahl sicherlich nicht einfacher. Ich selber gehe seit Jahren relativ Desktop-lastig zu Werke und setze dabei auf die Lösung KeePass, eine kostenlose Software, deren Sourcecode offen liegt.

KeePass speichert nicht nur eure Passwörter, es kann bei Bedarf auch welche generieren. Dies ist sinnvoll, bekanntlich ist es unter Umständen nicht gerade sicher, für jeden Dienst das gleiche Passwort zu nutzen – was leider viele Menschen in meinem Umfeld machen. KeePass bietet die übersichtliche Katalogisierung eurer Passwörter an, so können private, als auch arbeitstechnische Passwörter in Gruppen getrennt verwaltet werden – der Übersicht halber.

Cloud, Plattformen und die Deutsche Telekom

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Wo man dieser Tage nur hinhört: Cloud, Cloud und nochmal Cloud. Unternehmen und Privatnutzer scheinen von den neuen Möglichkeiten gleichermaßen begeistert zu sein; manchmal ohne es bewusst mit dem Buzzword zu verbinden. Dass Simfy und Spotify Musik aus der Cloud streamen, ist ja auch völlig egal solange ich Zugriff auf mehr Tracks habe als ich je im Leben hören könnte. Ohne für jeden einzeln zu bezahlen, ohne Downloads etc..

Nicht nur für Blogs – WordPress als Basis für Onlineshops

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Wer “Wordpress” hört, denkt zuerst an Blogs. Die kostenlose Blog-Software läuft sicher millionenfach. Die einfache Handhabung und eine unüberschaubare Zahl von Designs (Templates) und Erweiterungen (Plugins) machen WordPress zum wahrscheinlich beliebtesten Blog-System. WordPress kann aber weitaus mehr. Auch auf Webseiten, auf denen gar nicht gebloggt werden soll, kommt die Software zum Einsatz. Denn mit der Zeit hat sich WordPress zu einem vollwertigen Content Management System entwickelt. Warum dann nicht auch auf WordPress basierende Shops?

Mit Google durch Museen spazieren

Mit Google durch Museen spazieren - CeBIT Blog

Google überrascht uns immer wieder mit kleinen Alltagshelfern, die einfach alles besser machen: Nie mehr Verlaufen dank Google Maps, die eigenen Freunde stalken mit Latitude, vor dem Buchen wissen in welcher Gegend das Urlaubshotel liegt durch Streetview, mit Google Books den Gang zur Bibliothek sparen und mit Google Sky den Großen Bären entdecken.

Vorschau auf Android 3.0 / Honeycomb geleakt

Es war nur wenige Minuten versehentlich online, bevor es wieder depubliziert wurde: Das offizielle Promovideo für das Android-Tablet-Betriebssystem “Honeycomb”, das auf der CES 2011 in Las Vegas (beginnt morgen), vorgestellt werden soll. Diese wenigen Minuten reichten ein paar Leuten allerdings, Kopien des Videos anzulegen. So können wir also nun schon eine halbe Nacht vorher einen exklusiven Blick auf die Oberfläche werfen, die bald dem iPad bzw. dem iOS das Fürchten lehren soll.

Allerdings ist fraglich, wie viele Tablet-Hersteller so schnell in der Lage sind, die angeblichen Hardwareanforderungen von Google zu erfüllen:

Wie zahlreiche Websites derzeit vermelden, verlangt Google angeblich für die Installation von Android 3.0 Honeycomb ein Gerät, in dem ein Dual Core Prozessor auf Basis der ARM Cortex-9 Architektur seinen Dienst verrichtet. Zudem soll die Display-Auflösung der Tablets 1.280 x 720 Pixel betragen, was noch über der Auflösung des iPad läge.

Diese Anforderungen hätten zur Folge, dass bereits existierende Tablets keine Chance haben würden, auf Honeycomb zu updaten. Mir fällt jetzt nur das hier bereits kurz vorgestellte neue Motorola-Tablet ein, das aufgrund seiner Hardware vom Start weg auf Honeycomb setzen kann. Aber lassen wir uns überraschen, was die CES 2011 noch so an Neuerungen bereithält.

WWF – die PDF für den Umweltschutz

wwf“Anders als der Rohstoff Holz wird die Generation der Internetausdrucker wohl so schnell nicht aussterben!” Dachte sich der WWF (nein, nicht die börsennotierten Wrestlingorganisation!) und entwickelte daraufhin mal eben ein neues Dateiformat:

Täglich sterben ganze Wälder für Papier. Papier, mit dem überall auf der Welt sinnlos Dokumente ausgedruckt werden: Websites, E-Mails, sogar komplette Bücher. Und das, obwohl man Dokumente, statt sie zu drucken, einfach als PDF speichern könnte. Aber auch ein PDF kann man oft noch drucken. Um das unnötige Ausdrucken zu stoppen und den bewussten Umgang mit Papier zu starten, haben wir ein neues, grünes Dateiformat erfunden: das WWF. Ein Dateiformat, das man nicht ausdrucken kann. Eine simple Idee, die Bäume rettet. Machen Sie mit. Bestimmen Sie selbst, was nicht ausgedruckt werden soll, und speichern Sie es im WWF-Format.

Im Grunde ist das Format WWF nichts anderes als eine PDF, nur mit dem Unterschied, dass die Druckfunktion gesperrt wird. Öffnen kann man WWF-Dateien in jedem PDF-Programm, aber um eine Datei als WWF speichern zu können, muss man die WWF-Software installieren.

Die Software gibt es allerdings bisher nur für Mac OS X und nicht für Windows. Und ich wette, dass der handelsübliche Internetausdrucker mit einem Mac normalerweise nicht allzu viel zu tun hat.

Join Anti-Facebook

Das Projekt Diaspora geistert nun schon seit Monaten durchs Netz. Angefangen hatte es damit, dass auf der Funding-Plattform Kickstarter die Idee zu einem dezentralisierten Sozialen Netzwerk vorgestellt wurde, bei dem jeder Nutzer die volle Kontrolle über seine eigenen Daten behält. 10.000 Dollar sollten als Spenden eingesammelt werden, um die Diaspora-Idee “Freedom in the Cloud”, die erstmalig am 5. Februar 2010 in einem Vortrag von Eben Moglen vorgestellt wurde, umsetzen zu können. Erzielt wurden Einnahmen von über 200.000 Dollar und den multimedialen Hype bekamen die Initiatoren noch gratis obendrauf.

Natürlich stellt sich im ersten Moment die Frage: “Noch ein soziales Netzwerk? Braucht das jemand? Will das wer?”

Aber dann fällt einem schnell wieder ein, was an Facebook alles doof ist. Der Hype um Diaspora wurde im Frühjahr zu einem Großteil dadurch gefüttert, dass viele Leute den richtigen Zeitpunkt für eine neue, bessere Community sehen. Eine Community, die an den Punkten ansetzt, für die Facebook im Laufe der Zeit immer heftiger zurecht kritisiert wurde.

Diaspora ermöglicht es dir, deine Kontakte in sogenannten Aspekten zu verwalten. Das Einzigartige an Diaspora ist, dass du mit Aspekten kontrollieren kannst, mit welchen Menschen du deine Fotos, Geschichten und Witze teilst.

Ich kann selbst auswählen und einstellen, welche Personengruppen welche von mir veröffentlichten Inhalte sehen dürfen. Also kann ich zum Beispiel mit Freunden und Kollegen vernetzt sein, aber mithilfe der Aspekte einstellen, dass mein Gemecker während der Arbeit nicht von den Kollegen mitgelesen werden kann. Toll!

Deine Bilder gehören dir und du solltest das nicht aufgeben müssen, um sie zu teilen. Bei Diaspora gehört dein Bild immer dir und du hast die volle Kontrolle, wie es vervielfältigt wird.

Ich trete beim Hochladen und Veröffentlichen meiner Daten keine Nutzungsrechte ab. Zum Vergleich: Zwischendurch gab es bei Facebook sogar die Nutzungsbedingung, dass Facebook die Daten von Mitgliedern selbst nach Löschung selbiger bzw. nach Deaktivierung des kompletten Nutzerkontos zeitlich unbegrenzt verwenden durfte. 2:0 für Diaspora.

Diaspora macht das teilen sauber und einfach – das gilt ganz besonders für deine Privatsphäre. Diaspora ist von sich aus privat; es gibt deswegen gibt es keine komplizierten Einstellungen um dein Profil sicher zu machen.

Gerüchten zufolge schaffen es nicht mal die inselbegabten Facebookmitarbeiter, alle möglichen Privatsphäre-, Anwendungs- und Kontoeinstellungen fehlerfrei aufzählen zu können. Diaspora geht genau den umgekehrten Weg: Alles ist privat, alles bleibt in der Kontrolle des Nutzers und er kann einfach und schnell selbst entscheiden, welche Personengruppen (Aspekte) was sehen kann.

Das Prinzip Kontrolle der eigenen Daten manifestiert sich darin, dass jeder Nutzer seine eigene Diaspora-Filiale eröffnen kann. Diaspora ist demnach eine Art “soziales Netzwerk-Netzwerk”: Es ist eine Ansammlung verschiedener Server, “Pods” genannt, die untereinander vernetzt sind und verschlüsselt miteinander kommunizieren. Jeder Nutzer loggt sich in seinem selbst gewählten “Heimpod” ein, das kann der Pod der Universität sein oder der, der im dunklen Kämmerchen des besten Geekfreunds steht. Egal wo der Pod sich befindet, er kann mit allen anderen Nutzern im Diasporanetzwerk sicher kommunizieren.

Diaspora wird in der Programmiersprache Ruby entwickelt, speichert die Daten in einer MongoDB-Datenbank und nutzt zur Verschlüsselung der Daten GnuPG.

Diaspora wurde gestern als Alpha-Version gelauncht. Man kann sich auf Diaspora anmelden und auf eine Einladung warten oder jemanden ansprechen, der bereits angemeldet ist und noch Einladungen verschicken kann.

Social Gaming zur Stärkung der Nutzerloyalität

Guter Content allein reicht oft leider nicht aus, um mit einer Website erfolgreich zu sein. Mit Erfolg meine ich nicht das Erreichen von Hunderttrilliarden Page Impressions im Monat oder den viertausendsten Auf-Teufel-komm-raus-Linktausch. Erfolg sei hier ganz wischiwaschi als die “Qualität und Quantität loyaler Nutzer” definiert. Da Kennzahlen wie Page Impressions nicht dazu geeignet sind, qualitative Erfolgsziele zu messen, treten Erfolgsfaktoren wie Nutzerloyalität und -engagement in den Vordergrund. Fragen wie „Wie oft kehren Nutzer wieder?“, „Wie lange bleiben Nutzer auf der Seite?“ oder “Wie sehr identifizieren sich die Nutzer mit dem Content und dem Unternehmen bzw. Projekt hinter der Seite?” gewinnen an Relevanz und das Finden von Möglichkeiten, da Erreichen dieser Ziele aktiv zu steuern, ebenfalls.

Auftritt “Social Gaming”. Ein paar Spielereien und bunte Icons können helfen, normale Nutzer in engagierte Fans zu konvertieren bzw. bereits loyale, treue und engagierte Nutzer zu belohnen. Das Prinzip dahinter ist folgendes: Registrierte Nutzer der Seite sammeln Punkte, jedes Mal wenn sie eine von vielen verschiedenen Handlungen und Aktionen durchführen. Diese Punkte werden bei bestimmten Grenzwerten in verschiedene Trophäen, Level und andere Auszeichnungen (denkbar sind auch geldwerte Belohnungen wie Coupons oder Gutscheine) umgewandelt, die immer neben dem Usernamen und dem Avatar oder in verschiedenen Rankings und Toplisten auftauchen.

Die Nutzer sollen bestärkt und dafür belohnt werden, bestimmte Handlungen und Aktionen durchzuführen. Dadurch soll erreicht werden, dass die Nutzeraufmerksamkeit auf diese Handlungen fokussiert wird, der Anreiz geschaffen wird, Interaktionen zu betreiben und die Features der Seite schneller und zielgerichteter genutzt werden.

badgevilleSo ein Levelkonzept in eine Website zu integrieren, bedeutet in der Regel, dass der Seitenbetreiber viel Geld in die Hand nehmen muss, um ein maßgeschneidertes System programmieren zu lassen. Und an dieser Stelle kommt Badgeville ins Spiel – ein Startup aus den USA, das vor kurzem auf der Techcrunch Disrupt Conference den Publikumspreis gewann.

Badgeville helps publishers and marketers drive and measure user behavior and engagement through loyalty, participation and rewards, game mechanics and analytics. Recognize and reward your audience for engaging with content using points, badges, trophies and more.

Badgeville verspricht, ein individuell konfigurierbares “Social Game” auf die eigene Website aufsetzen zu können, ohne dabei selbst programmieren und den eigenen Quellcode komplett überarbeiten zu müssen. Je nach Ausrichtung der Seite lassen sich mit Badgeville individuelle Handlungen und Aktionen definieren, die bestärkt und belohnt werden sollen. Das kann von “User loggt sich ein”, über “User füllt sein Profil aus” oder “User hinterlässt einen Kommentar” bis hin zu “User shared den Seitencontent über Facebook” jede denkbare und für den Seitenbetreiber sinnvolle Aktion sein. Dann wird ein Punktesystem für jede dieser Handlungen und Aktionen eingeführt, also kann zum Beispiel ein User einen Punkt für jeden Login erhalten und fünf Punkte für jeden hinterlassenen Kommentar, der von anderen User positiv bewertet wird. Im letzten Schritt werden dann Belohnungen wie Trophäen und Level eingerichtet – und definiert, wie viele Punkte benötigt werden, um die jeweiligen Belohnungen zu erhalten.

Die Ausgabe der Punkte, Level und Tröphaen lässt sich mithilfe von Widgets und einer API umsetzen und leicht in die eigene Seite integrieren. Ebenfalls dabei ist eine Facebook- und Twitterintegration, damit User der Website als Multiplikatoren auftreten und ihre Level und Trophäen sharen können.

Das für den Seitenbetreiber wichtigste Feature von Badgeville ist allerdings die Realtime-Analyse der Nutzerdaten. Das Zauberwort heißt dort Behavior-Tracking und geht über die Fähigkeiten von Google Analytics hinaus:

Badgeville helps you understand the engagement health of your community. For the first time you can understand what engagement health means and manage it. Traditional analytics packages tell you how many hits your site is getting, but they don’t tell you anything about engagement. By understanding your low-, medium-, and high-loyalty users, you can influence your users and guide them to help you reach your business goals.

Mit Websites wie dem Nachrichtenportal philly.com, dem Techblog Techcrunch, dem Magazin und City-Guide Blackbook und dem Online-Präsentationstool Slideshare konnte Badgeville bereits zum Launch ihres Produkts ein paar beeindruckende Kunden vorstellen.

Das neue Twitterkleid

Twitter wächst. Jeden Tag kommen 370.000 neue Benutzer hinzu. All diese Benutzer sahen sich bisher zwei einigermaßen großen Einstiegshürden gegenüber: die mehr oder weniger abstoßende Startseite (das ist die Seite, die man bekommt, wenn man nicht eingeloggt ist, liebe Always-Onner) und die seit vier Jahren kaum verbesserte persönliche Timeline-Oberfläche.

Letzte Nacht präsentierte Twitter seine neue Weboberfläche. Nachdem man jahrelang nur dabei zugesehen hat, wie Drittanbieter wie twhirl, seesmic oder tweetdeck mit immer wieder neue Ideen für die Verbesserung ihrer Desktop- und Webanwendungen implementierten und somit für eine viel einfachere, übersichtlichere und mit weitaus mehr Funktionalitäten aufwartende Twitternutzung sorgten, legte man in San Francisco, dem Twitter-Firmensitz, nun endlich nach.

“Easier, faster and richer experience” – das verspricht das neue Twitter.

Und auf den ersten Blick sieht es wirklich schick aus – und ähnelt der erst vor einer Woche vorgestellten offiziellen iPad-App sehr. Es gibt eine neue Aufteilung des Contents: die altbekannte Timeline erscheint links, die ebenfalls altbekannten eigenen Accountdetails (Anzahl Tweets, Anzahl Follower, “Who to follow”, neueste Follower, usw.) sowie, und das ist neu, Detailansichten der Tweets mit einigen neuen Inhalten rechts, wenn man in der Timeline einen Tweet auswählt. Über dem Content kann man die angezeigte Timeline auswählen (Replies, Retweets, gespeicherte Suchen, Listen). Auch neu ist die Statusleiste am oberen Bildrand mit dem Schnellzugriff zur Suche, sowie dem Link zum eigenen Profil und den Direktnachrichten. Ebenfalls in der Statusleiste ist der Button, der das Textfeld zum Schreiben eigener Tweets öffnet – es befindet sich also zukünftig nicht mehr permanent über dem Content, sondern muss separat geöffnet werden.

Besonders positiv fällt mir zum Relaunch auf, dass es nun endlich möglich ist, eingebettete oder verlinkte Inhalte wie Bilder (z.B. aus TwitPic, Flickr, Dailybooth oder Yfrog), Videos (z.B. aus YouTube, Vimeo oder TwitVid) und ähnliches sofort zu sehen, ohne einen Link klicken zu müssen, der ein neues Browserfenster öffnet. Auch gut gelungen ist die Detailansicht bezüglich weiterer Tweets eines Users. So lassen sich zukünftig viel leichter Zusammenhänge verstehen, wenn sich aktuelle Tweets auf vergangene beziehen bzw. aus Dialogen mit anderen Twittern resultieren.

Eine weitere positive Neuerung ist Steuerung der Seite über Tastatur-Shortcuts, die das Navigieren noch schneller und effektiver machen wird.

Mit diesem Relaunch und den neuen Features macht Twitter die Weboberflächen der Drittanbieter auf einen Schlag hinfällig und wird vielen Nutzern, die Apps wie twhirl oder tweetdeck nur zum einfachen Twittern verwendet haben, auch das Installieren von Desktopanwendungen ersparen. Auch die Verwendung von Twitter als eine Art Newsreader, wie es viele heutzutage bereits praktizieren (und dabei mehr und mehr auf klassische RSS-Reader verzichten), wird durch die neue Oberfläche stark vereinfacht.

Die neue Weboberfläche wird, bevor sie endgültig als Standardansicht aktiviert wird, in den kommenden Wochen vorerst parallel zur bestehenden Oberfläche angeboten, so dass sich die User Schritt für Schritt an die Änderungen gewöhnen können.

Die Prioritäts-Inbox

Es gibt Emails, die wichtig sind. Das sind die seltensten. Es gibt Spam. Das sind knapp 95% aller Mails. Und es gibt Emails, die irgendwo dazwischen liegen. Newsletter, abonnierte Benachrichtigungen, Rundmails von Bekannten, und so weiter. Spamfilter verhindern, dass man jeden Tag mehrere Stunden damit verbringt, seinen Posteingang per Hand aufzuräumen. Aber für alle Mails, die weder Spam, noch wichtige Nachrichten sind, gab es bisher keinen solchen Filter. Und das ständige Unterscheiden zwischen wichtigen und unwichtigen Mails kostet Zeit. Viel Zeit.

Auftritt Google.

Nachdem Wave, der Dienst, der die klassische Email als zentrales Kommunikationsmittel ablösen sollte, aufgrund mangelndem Interesses nicht weiterentwickelt wird, kümmert sich Google nun wieder vermehrt um die Verbesserung seines Mail-Dienstes. Heute wurde “Priority Inbox” vorgestellt, ein Tool, das genau das oben beschriebene Problem beseitigen soll.

Gmail has always been pretty good at filtering junk mail into the “spam” folder. But today, in addition to spam, people get a lot of mail that isn’t outright junk but isn’t very important—bologna, or “bacn.” So we’ve evolved Gmail’s filter to address this problem and extended it to not only classify outright spam, but also to help users separate this “bologna” from the important stuff.

Priority Inbox scannt die eingehenden Emails und sortiert sie in drei Kategorien ab: “Wichtig und ungelesen”, “Markiert” und “Alles andere”. Dabei werden verschiedene Indikatoren zur Bestimmung der Relevanz herangezogen. Personen, mit denen man häufig kommuniziert, werden als wichtig angesehen und deren Mails dementsprechend abgelegt. Ähnlich verhält es sich mit Mails von Sendern, die man oft liest oder auf die man oft antwortet. Aber auch manuell kann man die Genauigkeit der Sortierung verbessern, denn in Gmail werden zukünftig Icons angeboten, mit denen man selbst die Wichtigkeit einer Email hoch- oder runtersetzen kann. Mithilfe von Filtern können diese Arbeitsschritte auch automatisiert werden.

Mit etwas Eingewöhnungs- und Optimierungszeit sollte Priority Inbox schnell zu einem sehr nützlichen Helferlein werden, um das Grundrauschen durch unwichtige, aber dennoch nicht komplett irrelevante Emails merklich zu verringern und den Aufwand der Postfachpflege deutlich zu vereinfachen.

Vereinzelte Gmail-Nutzer können das Tool bereits nutzen, für alle anderen Nutzer wird es in den kommenden Stunden und Tagen aktiviert. Man erkennt es daran, dass in Google Mail oben rechts ein nicht zu übersehender Text erscheint.