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“12 Events that will change everything”

Was nützt uns das schönste iPad, das tollste Webdesign, die weltallerbeste Social-Media-Kampagne, die interessanteste Messe, der lukrativste Job oder die bahnbrechendste Startup-Idee, wenn es nur ein Ereignis braucht, das alles Dagewesene auf der Welt ändert? Genau, warum also überhaupt probieren, wenn es eh nichts bringt?

12 events that will change everythingStattdessen nutze ich lieber meine restliche verbleibende Zeit mit dem Studium der wundervollen Präsentation “12 Events that will change everything“, das auf dem gleichnamigen Artikel aus der Zeitschrift “Scientific American” basiert, der in der Juni-Ausgabe des Blatts veröffentlicht wird.

12 Events that will change everything” versucht zu antizipieren, welche 12 Ereignisse mit welchem Umfang, mit welchen Auswirkungen, sowie mit welcher Wahrscheinlichkeit des Eintreffens die Welt verändern könnten. Jedes dieser Ereignisse habe laut Scientific American die Macht, die Art und Weise unseres Denkens und unseres Lebens von Grundauf umzuformen.

Die 12 Ereignisse sind:
- Das Schmelzen des Eises der Pole und Gletscher
- Das Entdecken neuer Dimensionen
- Das Zusammentreffen mit Außerirdischen Lebensformen
- Ein Atomkrieg
- Das Erschaffen von künstlichem Leben aus synthetischen Zellen (Halt, da war doch kürzlich etwas?)
- Das Finden eines Raumtemperatur-Supraleiters, um Energie verlustfrei und kostensparend über große Strecken transportieren zu können
- Das Ich-Bewusstsein von Künstlicher Intelligenz
- Das Klonen von Menschen
- Ein Erdbeben im Pazifischen Ozean (und seine Auswirkungen auf die Westküste Nordamerikas)
- Fusionsenergie (energieeffizient und dauerhaft nutzbar)
- Ein Asteroideneinschlag
- Eine tödliche Pandemie

[via]

Mein Freund, der Baum

Mein erstes Auto war ein roter Toyota Corolla, das mir mein Vater schenkte, nachdem er von seinem Vater dessen Auto geschenkt bekommen hatte. Der Corolla war leicht und hatte über 100 PS, was aus dem Auto für einen noch nicht ganz erwachsenen Studenten wie mich so ungefähr das perfekte Spielzeug machte: Rote Ampel, 1. Gang, Ampel schaltet um, 100 Meter Beschleunigungsrennen gegen ein Motorrad gewinnen, das beim Rennen nicht mitspielt, bremsen, rote Ampel. Allerdings musste ich nach etwa zehn roten Ampeln an die nächste Tankstelle fahren, denn mein Spielzeug verbrauchte durch diese Fahrweise manchmal 12 Liter pro 100 Kilometer und mehr.

Eines Tages veränderte ich die Art und Weise, wie ich mein Spielzeug nutzte. Denn im Armaturenbrett hatte Toyota zwei kleine unscheinbare Lämpchen eingebaut, die von nun an die wichtigsten Utensilien für mich werden sollten. Diese Lämpchen zeigten nichts anderes an als “Fahre ich gerade ökonomisch?” – leuchtete das grüne Lämpchen, war alles schick und ich fuhr sparsam, leuchtete allerdings das rote Lämpchen, verbrauchte ich zu viel Benzin und schoss gerade sinnlos Bargeld durch den Auspuff. (Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass das Besitzen eines Autos in Berlin allein schon Bargeldverbrennung ist, aber das soll hier keine Rolle spielen.)

Bis ich das Auto vor einem Jahr verkaufen musste – der TÜV, Ihr wisst schon -, habe ich auf den Fahrten mit meinem Corolla nie mehr etwas anderes gemacht als möglichst ökonomisch zu fahren. Und das nicht mal primär aus dem Grund, weil ich Geld sparen wollte, sondern einfach deshalb, weil ich das Spiel gewinnen wollte. Mein Spieltrieb hat mein Portemonnaie und die Umwelt geschont!

2010 Ford Fusion Hybrid

Genau aus diesem Grund liebe ich die Idee, die Ford hatte.

Für den Ford Fusion Hybrid, der Mitte letzten Jahres in den USA auf den Markt kam, haben sich die Entwickler ein Spiel ausgedacht, das im Prinzip nichts anderes tut als die beiden Ökonomie-Lämpchen in meinem Corolla, aber weitaus cooler umgesetzt wurde:

2010 Ford Fusion HybridThe 2010 Ford Fusion Hybrid wants you to plant a tree. In its dash. What? You read that right, a tree in the dash of a car. Not a real tree, mind you, but a digital one that sprouts leaves depending on the economical nature (get it?) of your driving habits. Drive aggressively around town, mostly on the gasoline engine and your tree will flounder, growing but a few leaves. Drive sensibly and patiently on electric power and it will flourish as if it’s just come off a Miracle-Gro bender. That’s right, the Fusion Hybrid rates how “green” of a driver you are.

Großartig! Das digitale Cockpit des Ford Fusion Hybrid besteht also nicht nur aus den üblichen Elementen wie dem Tachometer und dem Tankfüllanzeige, sondern ganz rechts auf dem Display wächst ein kleiner Baum, wenn man das Auto ökonomisch fährt. Verfällt man in einen aggressiven und umweltschädlichen Fahrstil, schadet es dem Baum.

Was gibt es besseres, als zum Schutz der Umwelt auf den Spieltrieb der Menschen zu setzen? Umweltschutz als Massive Multiplayer Offline Game – ich bin dabei!

Der Kühlschrank, den ich will

Ich wünsche mir einen Kühlschrank. Keinen stinknormalen Kühlschrank, der einfach nur Dinge kühl bzw. kalt hält. Ich wünsche mir einen Kühlschrank, der für mich mitdenkt und sogar Dinge erledigt.

Wenn vom “Internet Of Things” die Rede ist, einem Sammelbegriff für Haushaltsgeräte, die mit dem Internet verbunden oder über das Internet miteinander vernetzt sind, ist es immer wieder der Internet-Kühlschrank, der als Paradebeispiel genannt wird. Bereits vor etwa zehn Jahren gab es erste Versuche, Kühlschränke mit Internetanschlüssen auf dem Markt zu etablieren. Das hat nicht funktioniert. Denn diese Geräte haben den Fokus stets auf Unterhaltungsfunktionen gelegt – also Funktionen, die andere Geräte im Haushalt besser ausfüllen können. Ich möchte keinen DVB-T-Tuner oder gar Kabelanschluss in meinem Kühlschrank haben, um Fernsehen zu schauen. Ich brauche auch keine eingebauten Lautsprecher, um Internetradio zu hören. Und ich finde es äußerst sinnlos, eine Webcam in einen Kühlschrank einzubauen, um anderen Kühlschrankbenutzern Videobotschaften aufzunehmen. Ich möchte einen Kühlschrank haben, der mein Leben erleichtert, keinen, der mir das Wohnzimmer in die Küche bringt.

Was ich will, ist eigentlich ganz einfach.

PTPT oder wie ich die Zukunft der Touchscreen Interfaces kennenlernen durfte

Es gibt sie noch, diese raren Momente, in denen man das Gefuehl hat etwas wirklich bahnbrechendes, etwas voellig Neues zu sehen. Waehrend des Mobile World Congress in Barcelona, hatte ich die Moeglichkeit mich mit den Entwicklern von PTPT (sprich Petit Petit) zu treffen und mir ihr Touchscreen-Frontend ausfuehrlich vorstellen zu lassen. Waehrend des Videodrehs habe ich mich mehrfach gefragt, was denn wohl fuer eine Lawine durch die Medienlandschaft geschossen waere, haette Apple eine derartige GUI auf seinem iPad vorgestellt (ich fuerchte Steve Jobs waere stundenlang auf La Ola-Wellen durch den Yerba Buena Center getragen worden!). “Menschen”, “Dinge”, “Orte” und “Zeit” (People, Things, Places, Time und somit einfach kurz PTPT) sind die 4 Eckpfeiler dieser Plattform und die intuitive Bedienung selbiger, duerfte fuer das ein oder andere Rauschen in der Szene sorgen, denn 2010 wird nicht umsonst als das Jahr des Touchscreen-Displays angesehen. Uebrigens duerften Freunde der 80er auch voll und ganz auf ihre Kosten kommen, denn in einer gewissen Weise lassen sich Parallelen zu damaligen Expertensystemen nicht verleugnen.

Google Buzz: Knapp vorbei

buzz
Google hat gestern in einer Art Hinterzimmerkonferenz einen neuen Dienst vorgestellt: Buzz. Google Buzz steht nur Googlemail-Nutzern zur Verfügung und ist eine Mischung aus Google Wave, Friendfeed, Twitter, Foursquare und Facebook. Man kann Empfehlungen an Freunde weiterreichen, man kann Bilder sharen, seine Position per Google Maps bekannt geben, Nachrichten verfassen und auch die Meldungen der anderen kommentieren. Die Stoßrichtung von Google ist dabei klar: Man will Facebook eins auswischen, bzw. ein Gegenmodell entwickeln. Denn mittlerweile ist Facebook so groß geworden, dass man sich bei Google Sorgen macht.

Nexus vs. iPhone: Zaren, Götter & Titanenkampf

Das iPhone. Mittlerweile ein etwas in die Jahre gekommenes Statusobjekt. Zumindest bei early adoptern, die sich ja schnell langweilen. In den letzten zwei Jahren hat Apple zwar viel unter der Haube, aber wenig am Design verändert. Warum auch – in Sachen Usability, Geschwindigkeit und Applikationen ist das iPhone bisher eh Marktführer.
Das würde Google gerne ändern und ehrlich gesagt tut es Apple vielleicht auch mal ganz gut, wenn sie etwas Konkurrenz bekommen. Über das Google Nexus ist in vielen Gazetten noch mehr geschrieben worden. Das es schnell sein, das es toll sei, das es Spaß machen würde. Aber einen richtigen Vergleich mit dem iPhone hat es bisher nicht gegeben. Das haben die Damen und Herren von “GadgetVideoReviews” jetzt geändert.

Zumindest den Zahlen nach, liegt das Nexus vorne. Was auf Grund der neueren Hardware aber auch nicht weiter verwunderlich ist. Angeblich soll im Sommer ein neues iPhone auf den Markt kommen, was angesichts der aufholenden Konkurrenz auch nötig wäre, denn mit Motorola Droid/Milestone und dem Nexus sind durchaus zwei Handys da, die den Markt neu beleben werden. Auch das verbesserte Palm Pre Plus sollte man da nicht vergessen, auch wenn das Pre wegen der nicht vorhandenen Applikationen kein richtiger Konkurrent ist. Ich warte jetzt auf mein Nexus (Hello Google).

Tablet-PCs (weil dreieinhalb Zoll zu wenig sind)

Tablet-PC
Das nächste große Ding ist manchmal nur eine alte Idee, deren Zeit reif ist.
Spätestens seit das iPhone gezeigt hat, dass ein internetfähiges Gerät mit Touchscreen ohne Tastatur auskommen kann, ist die Zeit reif für Tablets. Oder genauer gesagt: Slates, wie man die tastaturlosen Tablet-PCs eigentlich nennt.

Damit wären wir auch schon beim Bezeichnungs-Salat: ‘Tablet’ bezeichnet mittlerweile alles, was flach ist, einen Touchscreen hat, aber größer ist als ein Smartphone. Bezeichnungen wie MID (mobile internet device) und UMPC (ultra-mobile PC) verschwinden langsam, zusammen mit den Grenzen zwischen den Geräteklassen. Die Spannbreite dessen, was man neuerdings unter Tablets zusammenfasst, ist dann auch recht groß: Displays von 7 bis 15 Zoll, Festplatten von 4 bis 60 GB. Was sie alle gemeinsam haben: Ihre wichtigste Anwendung ist das Internet. Und im Gegensatz zu einigen anderen Kandidaten für the next big thing wollen wir alle eines. Oder nicht…?

Google OS – Braucht das einer?

googleOS1Das neue Google OS (hier ein paar Hintergründe) reitet gerade weltweit die Schlagzeilen ab. Dass es höchstwahrscheinlich sehr toll sein soll, heißt es. Dass es ein glitzernder Funken im grauen Meer der Linux-Distributionen ist, meint man (o. k., nicht schön formuliert wie von mir, aber der Weg ist das Ziel). Eine Frage, die aber keiner stellt: wofür zum Henker braucht Google ein eigenes OS, wenn man mit Chrome doch eigentlich schon recht gut fährt?
Eine Antwort für die Zukunft zu finden ist nicht leicht, bedarf etwas esoterischem Schnickschnack (Aromatherapieöle, Kristallkugel, Hühnerklauen) und ein wenig Mut.

Virtual Retinal Displays: Ich sehe was, was Du nicht siehst.

Mancher Artikel möchte gerne mit einem Science-Fiction-Vergleich begonnen werden. Am Liebsten mit einer eindrucksvollen Szene aus Star Trek, die uns bewusst macht, dass wir einige Zukunftsvisionen unserer Kindheit technologisch bereits eingeholt haben.
Andere Technologien hinken den Prophezeiungen ihrer Entwickler und den Erwartungen ihrer potentiellen Nutzer seit Jahren hinterher, kranken an Machbarkeit, Effizienz oder Kosten.

retinal image displayEin Beispiel für Letzteres sind Virtual Retinal Displays (VRDs), Projektoren, die ein Bild direkt auf die Netzhaut des menschlichen Auges zeichnen.
Neu ist weder das Konzept noch dessen Realisierung: Seit über fünfundzwanzig Jahren wird an der Entwicklung dieser Anzeigetechnologie gearbeitet – maßgeblich vorangetrieben vom US-Militär. Seitdem werden regelmäßig optimistische Prognosen und phantasievolle Aufzählungen möglicher Einsatzgebiete veröffentlicht; für Endanwender beschränkten sich die Ergebnisse bisher auf Pressemeldungen und Prototypen.

Laserhaustier – Zini revisited

Das hier ist am Anfang etwas albern. Und es ist auch am Ende albern, ehrlich gesagt, aber dabei erinnert es an eine Mischung aus Laserhaustier und Zini, dem Wuslon. Menschen, die oberhalb 10.000 Hertz geräuschempfindlich sind sowie Hunde sollten den Clip ohne Ton ansehen.


Cool Laser Pattern Sound Test