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Let the sun shine

solar suite
Badeanzug von Q-mo solar AG

Badeanzug, Q-mo solar AG

Unsere Mobilität kennt keine Grenzen und seit der immer größer werdenden Gemeinde der Smartphone User auch nicht unserer Energiebedarf, nutzt man doch den treuen Wegbegleiter mittlerweile als Kommunikationsschaltzentrale, Navigationsystem, Shoppingcenter und vieles mehr und das rund um die Uhr. Konnte man sich früher, als wir “nur” telefonierten oder mal eine SMS verschickten, über Akkus freuen, die uns eine Woche lang mit Strom versorgten, steigt bei einigen Nutzern der neuen Wegbegleiter schon nach dem Mittag die Nervosität, ob die Akkuladung den Tag übersteht. Spätestens nach der ersten Batteriewarnung beginnt dann der Teufelskreislauf zwischen immer wieder drauf schauen und dem dadurch bedingt rapide abnehmendem Ladezustand.

BYOD – schöner bunter Device-Garten

Bildrechte: Cortado

„Bring your Own Device”

Das sagt der zukunftsorientiert eingestellte Chef zu seinen Mitarbeitern. Dabei meint er diese Aufforderung durchaus ernst. BYOD lautet die intelligente Antwort auf den Device-Nutzungs-Wildwuchs in Unternehmen.

Cortado - Bring Your Own Device. Bildrechte: Cortado

Private Devices wie Smartphones, BlackBerrys, iPhones, Tablets oder Laptops werden von Mitarbeitern immer wieder gerne im Unternehmen eingesetzt. Entgegen den internen Sicherheitsregeln. Oder besser ausgedrückt – entgegen den früher geltenden Sicherheitsregeln.

Vorschau auf Android 3.0 / Honeycomb geleakt

Es war nur wenige Minuten versehentlich online, bevor es wieder depubliziert wurde: Das offizielle Promovideo für das Android-Tablet-Betriebssystem “Honeycomb”, das auf der CES 2011 in Las Vegas (beginnt morgen), vorgestellt werden soll. Diese wenigen Minuten reichten ein paar Leuten allerdings, Kopien des Videos anzulegen. So können wir also nun schon eine halbe Nacht vorher einen exklusiven Blick auf die Oberfläche werfen, die bald dem iPad bzw. dem iOS das Fürchten lehren soll.

Allerdings ist fraglich, wie viele Tablet-Hersteller so schnell in der Lage sind, die angeblichen Hardwareanforderungen von Google zu erfüllen:

Wie zahlreiche Websites derzeit vermelden, verlangt Google angeblich für die Installation von Android 3.0 Honeycomb ein Gerät, in dem ein Dual Core Prozessor auf Basis der ARM Cortex-9 Architektur seinen Dienst verrichtet. Zudem soll die Display-Auflösung der Tablets 1.280 x 720 Pixel betragen, was noch über der Auflösung des iPad läge.

Diese Anforderungen hätten zur Folge, dass bereits existierende Tablets keine Chance haben würden, auf Honeycomb zu updaten. Mir fällt jetzt nur das hier bereits kurz vorgestellte neue Motorola-Tablet ein, das aufgrund seiner Hardware vom Start weg auf Honeycomb setzen kann. Aber lassen wir uns überraschen, was die CES 2011 noch so an Neuerungen bereithält.

Word Lens

Ok, das ist krass:

Diese großartige App heißt “Word Lens” und möchte der Universalübersetzer der Zukunft sein. Mithilfe der Kamera wird der zu übersetzende Text erkannt und in Echtzeit übersetzt. Bisher ist nur eine Übersetzung Englisch-Spanisch und zurück möglich, aber es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn nicht bald neue Sprachen hinzukommen.

Die App ist kostenlos für das iPhone 3GS, iPhone 4 und iPod touch 4 mit iOS ab 4.0 erhältlich. Die Sprachpakete kosten allerdings 3,99 Euro das Stück.

Die Android-App “Google Goggles” versucht Ähnliches – mit dem Unterschied, dass dort Texte fotografiert werden, bevor die App sich an der Übersetzung versucht.

3339 SMS pro Monat

In den USA schreibt und empfängt ein Teenager (im Alter zwischen 13 und 17) im Durchschnitt 3339 SMS pro Monat. Oder anders ausgedrückt: 111 SMS pro Tag. Das macht, wenn man bei einem Menschen acht Stunden Schlaf voraussetzt, fast sieben verschickte und empfangene SMS pro wacher Stunde – den ganzen Monat lang. Das ermittelte die Nielsen Company in einer Studie über die Nutzung von mobilen Endgeräten. Aus dieser Studie geht auch hervor, dass 43% aller Teenager das “Text messaging” als wichtigsten Grund für den Kauf eines Mobiltelefons ansehen. Die Nutzung der Sprachfunktion sei wegen der erhöhten SMS-Nutzung im Vergleich zum Vorjahr um 14% gefallen und liegt bei weiblichen Teenagern “nur noch” bei 753 Minuten im Monat.

[Quelle]

Schnipsel

Letzte Woche launchte Facebook den neuen Dienst “Places”. Mit Places können sich User in Locations einchecken und damit anderen Usern zeigen, wo sie sich gerade befinden. Neu ist das Prinzip nicht, denn Dienste wie Foursquare oder Gowalla sind schon länger auf dem Markt. Anders als die dezidierten Check-In-Dienste steht Places per Default allen Facebook-Nutzern zur Verfügung, ohne dass sie sich dafür registrieren müssen. Nicht jeder Facebook-Nutzer wird Places nutzen wollen und vielleicht auch verhindern möchten, dass über den Umweg der Facebookfreunde der eigene aktuelle Standort veröffentlicht wird. Auf ReadWriteWeb gibt es daher eine kurze Anleitung, wie man Facebook Places deaktivieren und die Privatsphäreeinstellungen auf die gewünschten Optionen ändern kann.

Schon mehrfach haben wir hier in diesem Blog die immer wieder erfolgreich gestarteten Projekte und Dienste von Google vorgestellt und uns gewundert, wie es dieses Unternehmen schafft, immer wieder das zu entwickeln, das den Usern weltweit die Arbeit oder die Kommunikation erleichtert. Dass bei Google aber beiweitem nicht alles auch wirklich so erfolgreich ist, wie es immer scheint, zeigt eine Übersichtsgrafik von WorldStream. Dort kann man nachlesen, wie es Diensten wie Google Catalog, dem Web Accelerator, Google Answers, Dodgeball oder Google Wave ergangen ist.

Seit ein paar Monaten nutze ich auf meinem HTC Hero die App “Advanced Task Manager”. Diese Anwendung lässt mich schnell und einfach laufende Apps und Dienste beenden und nicht mehr gebrauchte Apps deinstallieren, damit der Akku länger hält und das Telefon nicht zugemüllt wird. Der Entwickler dieser App, Aaron La, hat vor ein paar Tagen in seinem Blog eine Auflistung aller Einnahmen veröffentlicht, die er durch diese App erzielen konnte. Und auch wenn er damit kein Millionär wurde, sind etwa 10000$ Einnahmen pro Monat kein schlechter Zuverdienst.

[via]

Schnipsel

Morgens Aronal iPhone, abends Elmex iPad. Anhand der Zugriffszahlen auf die Website der altehrwürdigen norwegischen Tageszeitung “Aftenposten” zeigte John Einar Sandvand, dass das iPad vorrangig am Wochenende und in den Abendstunden verwendet wird, während in den Morgenstunden vergleichsweise häufig das Smartphone und während der typischen Arbeitszeiten zwischen 8 und 16 Uhr der PC zum Lesen benutzt wird. Auf CARTA gibt es zu den Nutzungszahlen verschiedene Grafiken und die Einschätzung:

Die unterschiedlichen Nutzungszeit-Schwerpunkte von stationärem PC und iPad, aber auch Zeitung und iPad lassen auf eine Differenzierung in unterschiedliche Funktionen schließen – die eine funktionale Koexistenz der “Devices” in der Zukunft vermuten lassen. Mit seinen Nutzungsschwerpunkt am Abend wäre das iPad hingegen ein direkter Konkurrent des Fernsehens.

scuttle_pad_logo_largeScuttlePad, ein soziales Netzwerk nur für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, wurde gestern offiziell gestartet. Neben den üblichen Versprechen (“fun, safe online community for kids”) und Maßnahmen, die auch in anderen Kindercommunities gang und gäbe sind (z.B. werden alle hochgeladenen Fotos manuell geprüft und freigeschaltet), bietet ScuttlePad jedoch einen interessanten Ansatz, wirklich für eine sichere Umgebung für Kinder zu sorgen: Jegliche Kommunikation ist nur anhand vordefinierter Wortlisten und Satzkonstrukte möglich. Während Kindercommunities in der Regel mit ausufernden Blacklisten arbeiten, gibt ScuttlePad also einen kompletten Whitelist-Satzbaukasten vor. Auch wenn es zunächst wie eine Einschränkung für die Kinder klingen mag, sollte dieser Wortlisten-Ansatz für Acht- bis Zwölfjährige, die gerade ihre ersten Schritte in der Welt des Social Web machen, vollkommen ausreichen.
Der Gründer und CEO von ScuttlePad, Chad Perry, sagte zu seiner Idee für dieses Social Network:

“We teach kids how to walk across the street, but we’re not teaching them how to be effective social media players”.

Die Seite sei als Übungsplattform für Kinder gedacht und wolle nicht mit Features und Extras von Facebook oder MySpace mithalten, so Perry.

google_logo_682_571408aGoogle hat Anfang dieser Woche ein sehr wichtiges Feature veröffentlicht: Multiple Sign-In. Damit ist es zukünftig möglich, mit mehreren (bis zu drei) Googleaccounts gleichzeitig in einem Dienst eingeloggt zu sein. Multiple Sign-In kann in den eigenen Accounts-Einstellungen aktiviert werden (das Feature wird Schritt für Schritt allen Nutzern verfügbar gemacht, kann in einzelnen Accounts also noch fehlen).

If you use multiple sign-in, the first account you sign in to will be your default account. If you visit other Google products that don’t support multiple accounts after you’ve signed in, you will automatically sign in to your default account for that product. If you sign out of any Google product while signed in to any account, you will be signed out of all your Google Accounts at once.

Multiple Sign-In ist bisher nur auf ausgewählte Google-Dienste wie z.B. Gmail, Calendar und Reader beschränkt. Google Docs soll in Kürze folgen.
Ich hoffe, dass Multiple Sign-In zukünftig auch für Analytics, Adsense, Adwords und Co. angeboten wird, weil es dort für Technische Dienstleister von Webseiten besonders hilfreich wäre, nahtlos zwischen mehreren Benutzern hin- und herzuspringen. Was mir auch noch fehlt, ist die Möglichkeit, Dienste von einem Account auf einen anderen zu übertragen. So wäre es zukünftig viel einfacher, z.B. auf dem eigenen Account eine Adwords-Kampagne für einen Kunden zu erstellen und sie nach erfolgreicher Abnahme auf das Kundenkonto zu übertragen.

Auf dem Trockenen

internetfreiLetzte Woche hatte ich Geburtstag. Ich bekam an diesem Tag insgesamt etwa 50 Glückwünsche, mehr als die Hälfte davon von Menschen, die ich noch nie persönlich getroffen habe. Dafür haben meine beiden besten Freunde diesen Tag vergessen, denn sie sind beide weder bei Facebook noch bei Twitter. Und ein alter Schulkamerad, der mir per Email gratulierte, wünschte mir etwas, über das ich mich bis heute wundere:

“Alles Gute und bleib sauber! Vor allem Gesundheit und gönn dir mal paar Internet-freie Tage!”

Er wünscht mir, dass ich mal Pause vom Internet mache. Als wäre das Internet eine pflegebedürftige Großmutter, um die ich mich jeden Tag mehrere Stunden lang kümmern müsste und keine Zeit mehr für andere Dinge hätte.

Hm.

Mein Schulfreund weiß, dass ich als Webdeveloper und Autor meinen kompletten Lebensunterhalt mit, durch und über das Internet verdiene. Dass ich nicht wie er am Monatsanfang eine stattliche Überweisung von Siemens auf meinem Konto begrüßen kann, egal, ob ich krank bin oder im Urlaub bin. Arbeite ich nicht, verdiene ich nichts. Mir also zu wünschen, mal ein paar Tage ohne Internet zu leben, kann ich mit gutem Willen als “Mach mal Urlaub vom Freelancersein” oder mit schlechtem Willen als “Wenn Du Dich nur noch im Netz rumtreibst, vernerdest und isolierst Du Dich noch vollständig” interpretieren. Aber egal wie ich es drehe oder wende, ich verstehe einfach nicht wie man jemandem explizit “Internet-freie Tage” wünschen kann. Damit ich wieder mehr fernsehe? Oder mir am Kiosk Nachrichten von vor 24 Stunden kaufe? Dass ich meinem Schulfreund eine Postkarte schicke? Dass ich mal wieder Vinyl-Platten höre und auf Spotify verzichte? Dass ich statt auf Google Maps nachzusehen beim Tankwart die richtige Strecke nach Kleinmachnow erfrage? Dass ich nicht im iTunes Store suche, sondern in die Videothek gehe und dort nach der dritten Staffel von den “Gilmore Girls” frage?

Der Wunsch, das Internet für gewisse Zeit komplett zu verlassen, ist aber alles andere als exklusiv, wie ich erschrocken feststellen musste. Besonders in der Urlaubszeit höre ich immer wieder “Ach schön, endlich mal ein paar Tage ganz ohne Internet!”. Und es ist fast schon zu einer Randsportart geworden, sich selbst mit Internetverbot (und als Schwierigkeitsstufe 1 auch gleich mit Mobiltelefonverbot) zu belegen und der Welt dann davon zu berichten. Eine kurze Recherche brachte einige Beispiele zutage:

Bereits vor zwei Jahren versuchte Richard Gutjahr (ja, der mit dem ersten iPad) eine Woche komplett offline zu leben. Und er stellte damals fest, dass er grandios gescheitert sei.

Studenten der Hochschule Furtwangen verzichteten eine Woche lang auf Internet und Mobiltelefone. Und das mitten im Semester. “[Schlimm ist] das ständige Gefühl und die chronisch lauernde Gefahr, bei den anderen und bei den Professoren als Hinterwäldler dazustehen.”Wie, du nutzt kein Internet?” Ich hatte einmal eine Freundin, die in einer Sekte war und viele Dinge nicht durfte. Ich kann sie jetzt gut verstehen. Die anderen verstehen einfach nicht, warum ich etwas scheinbar Selbstverständliches nicht tue.”

Von Dezember 2009 bis Mai 2010 hielt es der Süddeutsche-Redakteur Alex Rühle ohne Internet aus: “[...] es war auch eine wunderbare Zeit, in der ich konzentriert und ‚unabgelenkt’ arbeiten konnte. Es gab keine ‚Aufmerksamkeits-Zerstäubung’, wie zuvor. Und die Trennung Job/Familie war extremer: Ich hatte sehr ruhige Abende, habe meine Frau, die Kinder, die Freunde intensiver erlebt. Ach ja: Und ohne Amazon hab’ ich herrliche Buchläden entdeckt [...]“. Rühle schrieb über seine “digitale Fastenzeit” ein Buch – “Ohne Netz” ist natürlich auch im Internet erhältlich.

Ähnlich, nur etwas weniger extrem machte es Christoph Koch. 40 Tage lang ohne Internet und Mobiltelefon versuchte es der Autor auszuhalten: “Als ich mich nach dem Ende des Selbstversuchs wieder eingeloggt habe, habe ich mehrere Mails gefunden von Redaktionen, die mir in dieser Zeit Aufträge gegeben hätten. Es bekam zwar jeder, der mir gemailt hat, eine automatische Antwort mit Festnetznummer und Postadresse. Aber darauf haben die nicht reagiert. [...] Da waren insgesamt vier Aufträge einfach weg. Für Freiberufler ist eine Netz- und Handy-Abstinenz langfristig nicht machbar – aber für die meisten Festangestellten wiederum auch nicht, weil es der Chef nicht erlauben würde.” Seine ausführlich geschilderten Erfahrungen kann man jetzt ebenso wie Rühles “Ohne Netz” in Buchform kaufen – “Ich bin dann mal offline” kann man selbstverständlich online kaufen.

Der Comiczeichner James Sturm bloggte zweiwöchentlich auf slate.com über seine viermonatige Abstinenz vom Internet. Nach dem Wiedereinstieg schrieb er: “I had secretly hoped to be transformed by these last four months. I wanted to become a new person—someone with my hand firmly on the rudder of my destiny, fearless as I re-enter the Internet’s treacherous waters. Instead I feel like I’m returning from an awesome vacation, and now I have to just suck it up and get back to work.”

Was alle mehr oder weniger gleich sagen: Ohne Internet ist es schwer, wenn nicht sogar unmöglich, seine Arbeit zu machen. Und ohne Internet verpasst man mehr soziale Interaktionen, als man durch intensivere persönliche Kontakte hinzugewinnt (gestrichen wegen Sinnlosigkeit). Soweit, so vorhersehbar. Eine Sache, die mich allerdings bei der Recherche kopfkratzend zurückgelassen hat: Menschen führen einen Selbstversuch durch und verzichten eine gewisse Zeit X auf Internet. Um dann im Internet darüber zu berichten. Vielleicht bin ich zu jung dafür, aber ich glaube nicht, dass früher Leute wochenlang auf das Fernsehen verzichtet haben und dazu eine eigene Fernsehsendung bekamen. Oder kein Radio mehr gehört haben und dann auf RIAS Berlin dazu interviewt wurden. Oder keine Dampfloks mehr benutzt haben und dann auf dem Bahnhof allen Menschen davon erzählten.

Menschen sind komisch.

[foto: CC kyz]

Jolicloud 1.0

jolicloudDas von Netvibes-Gründer Tariq Krim ins Leben gerufene Jolicloud ist nun als Version 1.0 veröffentlicht worden.

Jolicloud ist ein freies Netbook-Betriebssystem, das auf Ubuntu basiert (und um eine neue Oberfläche erweitert wurde), komplett in HTML5 errichtet ist, mit den meisten Netbooks kompatibel ist und als kostenlose, energiesparende und einfach anzuwendende Alternative zum Netbookstandard-Betriebssystem Windows XP positioniert wird. Mit Hilfe von Googles Technik Chromium werden Webanwendungen (wie zum Beispiel kostenlose Alternativen zu den Microsoft-Office-Anwendungen) in die Desktopumgebung integriert und nutzbar gemacht.

jolicloud-launcherAnders als Google Chrome OS, das noch nicht erhältliche Betriebssystem von Google, kann Jolicloud neben webbasierten Anwendungen auch mit klassischen Desktopanwendungen umgehen. Dadurch wird für den Nutzer der Übergang von einem Betriebssystem wie Windows zu Jolicloud tendenziell reibungsloser sein, da der durchschnittliche Anwender fast alle Programme als klassische Desktopanwendungen nutzt und sich das Anwenden von Software aus der Cloud erst noch in der Breite der Nutzer durchsetzen muss.

Die Jolicloud-Installationsdatei ist etwa 700 MB groß und kann nach dem Download in weniger als 15 Minuten parallel zum bisherigen Betriebssystem installiert werden. Bei der Installation sucht sich Jolicloud automatisch die optimalen und neuesten Treiber für die Hardware des Netbooks. Der Nutzer hat nach der Installation weiterhin vollen Zugriff auf seine bereits auf dem Netbook gespeicherten Daten. Zukünftig sollen auch Optionen angeboten werden, mit denen die Daten komplett in die Cloud verschoben werden können, lokaler Speicherplatz also nicht mehr notwendig ist und auf die Daten global zugegriffen werden kann.

Der Umstieg von Windows zu Jolicloud soll dem Nutzer vor allem Vorteile bei der Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit der Netbook-Hardware bringen. Das soll sich vor allem in längeren Akkulaufzeiten widerspiegeln

jolicloud-dashboard.notificationsBisher gibt es etwa 700 Apps für Jolicloud, wobei aber etwa 90% davon reine Verknüpfungen zu Websites und browserbasierten Diensten sind. Die Liste von Apps und Verknüpfungen wurde vom Jolicloud-Team zusammengestellt und mit Vorschlägen aus der Jolicloud-Community erweitert. Besonderes Augenmerk wurde bei der Entwicklung auf “soziale Features” und die Echtzeitkomponente des Internet gelegt, denn Jolicloud strebt an, die Vernetzung und Zusammenarbeit von Kontakten über Kollaborationstools und Soziale Netzwerke zu vereinfachen.

Hemden bügeln: 32 Punkte

Hat der prokrastinationsfreudige Internetnutzer die Wahl zwischen einer freudlosen, aber durchaus wichtigen Aufgabe zur Bewältigung seines Alltags und einem kurzweiligen, spaßigen und Erfolg (in Punkten und Levelgewinnen) versprechenden Onlinespiels, gewinnt in der Regel das Spiel. Das Abarbeiten von To-Do-Listen ist meist keine sehr dankbare Aufgabe, da es kaum Anreize für das erfolgreiche Abhaken gibt (Lassen wir die Belohnung in Form eines sauberen Badezimmers oder der zu erwartende Geldeingang nach dem Versenden einer Dienstleistungs-Rechnung mal außen vor).

Das Aufschieben wichtiger Aufgaben wäre bei weitem nicht so reizvoll, könnte man jedem zu erledigenden Punkt auf der To-Do-Liste eine spielerische Belohnung gegenüberstellen. Bekäme man fürs Staubsaugen Bonuspunkte, würde die Farmville-Ernte wohl zukünftig länger auf die Erledigung warten. Und wäre das erfolgreiche Abwaschen der Töpfe mit dem verbrannten Essen verbunden mit einer Skillverbesserung im Bereich “Haushalt”, ließe man die eine oder andere Tower-Defense-Runde gern aus.

Vor einiger Zeit hatte ich in diesem Blog das digitale Cockpit des Ford Fusion Hybrid vorgestellt, in dem bei ökonomischer Fahrweise ein virtueller Baum wächst und so zu umweltbewusstem Fahren anregt. Auch dort wurde der Spieltrieb des Menschen benutzt, um etwas vermeintlich unangenehmes zu belohnen.

Dieses Prinzip wird nun zum ersten Mal auch auf den Alltag ausgeweitet, indem die persönliche To-Do-Liste eines Menschen mit einem Rollenspiel (RPG) verbunden wird.

EpicWin is an iPhone app that puts the adventure back into your life. It’s a streamlined to-do list, to note down all your everday tasks, but with a role-playing spin.

Getting things done + Rollenspielspaß = EpicWin. Oder so ähnlich.

By getting points for your chores it’s easier to actually get things done. We all have good intentions but we need a bit of encouragement here and there. Doing the laundry is an epic feat of stamina so why not get stamina points for it?!

Watch as your avatars stats develop in ways to represent your own life. Will you be a Maiden of Juggled Priorities, or a King of Win? The lifestyle you lead will decide.

Man bekommt Punkte für jede erledigte Aufgabe auf der To-Do-Liste, kann Fähigkeiten verbessern, versteckte Bonusitems sammeln und somit sowohl im Spiel, aber durch den neu gewonnenen Spaß am Abarbeiten von Aufgaben auch im Alltag weiter vorankommen.

Offen ist bisher, ob sich EpicWin mit klassischen To-Do-Listen- und Aufgabenplanungs-Anwendungen wie “Remember The Milk” synchronisieren lässt.

Voraussichtlich im August wird EpicWin für das iPhone veröffentlicht, aber schon jetzt melden sich die Facebook-Fans der App und rufen “Android!”, “Blackberry!” und “Facebook-Version!”. Die Vorfreude geht bei manchen Leuten soweit, dass sie solange keine Aufgaben ihrer To-Do-Listen mehr erledigen werden, bis EpicWin da ist.