Sollte das Europaparlament im kommenden Frühjahr zustimmen, wird (und darf) eine im europäischen Umland versendete SMS ab Sommer 2009 maximal 13 Cent kosten und wäre damit günstiger als eine durchschnittliche Inlands-Kurznachricht.
Darauf verständigten sich am gestrigen Donnerstag die für Telekommunikation zuständigen EU-Minister in Brüssel und folgten dem Vorschlag der Medienkommisarin Viviane Reding, die bereits die Roaming-Gebühren für Telefonate gesetzlich gesenkt hatte.
Für das Datenroaming gilt künftig voraussichtlich eine Obergrenze von einem Euro pro Megabyte, allerdings bezieht diese sich rein auf den Großhandelspreis, den die Mobilfunkanbieter untereinander abrechnen. Ob daraus unmittelbar Preissenkungen für Endkunden resultieren, bleibt dementsprechend offen.
Derzeit berechnen z.B. Vodafone und T-Mobile im europäischen Umland zwischen 2 und 4 Euro pro Megabyte an verbrauchten Daten.
Um “Rechnungs-Schocks” zu vermeiden, sollen Daten-Roaming-Nutzer ab Sommer 2009 zudem informiert werden, wenn der Datenverbrauch 50 Euro überschreitet.