High-Performance Computing
Eine elegante Lösung, auch für den privaten Bereich, bieten einige Festplattenhersteller mit sogenannten Hybrid-Festplatten, in denen der Festplattencache mit NAND-Flash-Speicher auf momentan noch wenige Gigabyte aufgebohrt wird. In diesen Bereich werden von der Festplatte oft benötigte, Performance fressende Teile des Betriebssystems oder Anwendungen ausgelagert (de facto aber nur gespiegelt), so dass die Anwendungen von der höheren Geschwindigkeit des Flash-Speichers profitieren, ohne dass der Anwender dieses extra einrichten muss.
Auch die Anbieter großer Speichersysteme gehen mittlerweile den Weg Flash-Speicher und Festplatten miteinander zu kombinieren und kommen damit in ihren RAID- und NAS-Systemen auf sagenhafte I/O Werte. Die Kunst ist hier nicht einfach Festplatten durch Flash-Speicher zu ersetzen, sondern Sie über den Controller gesteuert intelligent miteinander zu verbinden.
Storage ist oft der Flaschenhals für Business-Intelligence- und Enterprise-Anwendungen, virtuelle Desktops oder Server. Anstatt diesem mit dem quantitativen Ausbau der Serverlandschaft zu begegnen, lohnt es sich einen Blick auf diese High-Performance Speichersysteme zu werfen, um den Engpässen zu begegnen. Über den intelligenten Einsatz dieser Systeme, die die Daten je nach Zugriffssituation zwischen den Festplatten und den SSDs hin und her jonglieren, wird eine Performance erreicht, die über die der einzelnen SSD Platte hinaus geht, aber dennoch viel preiswerter als ein komplett mit SSDs bestücktes (RAID-) Speichersystem ist.
Die Algorithmen, über welche die Daten je nach Bedarf verschoben werden, sind die bestgehütetsten Geheimnisse der jeweiligen Hersteller, denn hier muss ein Kompromiss zwischen Datenredundanz und Performance gefunden werden -also zwischen Sicherheit oder Geschwindigkeit. Trotz der auch für diese Systeme recht hohen Anschaffungspreise, lohnt es sich die jeweiligen Lösungen genauer unter die Lupe zu nehmen, denn unter dem Strich lassen sich hiermit jede Menge Server und somit auch Kühlleistung einsparen.

Mit solchen SSD-Cache-Festplatten wäre ich vorsichtig.
Ich hatte eine OCZ Cache-SSD mit 32GB in meinem Rechner.
Als ich ausversehen mal 90GB VMs von der Hauptfestplatte gelöscht hatte und anschließend diese wieder draufspielen wollte kam es zu nem Crash, woraufhin das gesamte Windows und einige Progamme zerschossen wurde. Zum schluss konnte ich nichtmal mehr Windows booten.
Kurz danach hat mir mein Admin schön nen Artikel aus der C’t gezeigt, wo jemand genau das Problem schilderte und derjenige noch viel mehr verloren hatte. “Datenkiller SSD-Cache”.
Also immer mit Vorsicht genießen.
Guter Hinweis und unter bestimmten Bedingungen ist mein Vertrauen in Flash auch sehr begrenzt. Bei den Festplatten mit eingebautem SSD-Cache werden die Daten (wie auch bei dem herkömmlichen Festplattencache) nur hinein gespiegelt, daher ist die Gefahr eines Verlustes eher gering. Bei den o.a. professionellen Speichersystemen sind die Daten über RAID abgesichert, was aber natürlich trotzdem kein Backup für einen von Ihnen beschrieben Worst-Case ersetzt…