Etwas über einen Monat müssen wir uns noch gedulden, dann kommt Microsoft Windows 8 auf den Markt. Am 26. Oktober 2012 kann der geneigte Benutzer das neue Betriebssystem auf die heimische Platte herunterladen oder zum Store seines Vertrauens laufen. Günstiger dürfte das Upgrade per Download sein, Besitzer einer Vorlizenz ab Windows XP sind berechtigt, Windows 8 Pro für 34.99 Euro zu erwerben.

Nach meinem letzten Artikel über den Dateiversionsverlauf wurde ich gebeten, doch weitere Features zu beschreiben, die vielleicht noch nicht ganz bekannt sind. Nichts lieber als das, eines der Themen, welches mich interessiert ist die Wiederherstellung eines Systems. Bereits in Windows 7 vorhandene Funktionen wurden ausgebaut und verbessert, sodass es ein Leichtes sein sollte, Windows 8 wieder in den Ursprungszustand zu bringen, denn Microsoft hat gleich zwei doppelte Böden in das neue Betriebssystem eingebaut.

Was bisher oft mit Nerven und Zeitaufwand verbunden war, gestaltet sich in Zukunft einfacher. Ich fange einmal mit der Funktion “Reset” an. Dabei wird der Computer im abgesicherten Modus oder per Recovery-CD (Windows RE) gestartet und auf den Werkszustand zurück gesetzt. Hierbei wird auf das auf der Festplatte hinterlegte Image von Windows 8 zurückgegriffen.

Man hat sogar die Möglichkeit, alle Daten sicher löschen zu lassen, sodass sie nicht mehr wiederhergestellt werden können – falls man den Computer verkaufen möchte.

Die Refresh-Funktion arbeitet anders, sie ist anzuraten, wenn das System “irgendwie” unrund läuft und man von vorne starten will – aber sich nicht großartig um Datensicherung und Co kümmern will. Hierbei werden alle persönlichen Einstellungen beibehalten, wie zum Beispiel die WLAN-Einstellungen oder etwaige BitLocker-Keys.

Entfernt werden sämtliche Programme, ausser die, die die neue Oberfläche nutzen, also Windows Store-Apps. Des Weiteren bleiben alle persönlichen Daten in den Bibliotheken erhalten. Man kann sagen, dass Einstellungen beibehalten werden und nur das System “drum herum” aufgefrischt wird. Auch diesen Vorgang kann man aus der Systemsteuerung starten, oder von der CD / DVD mit Windows RE.

Beide Möglichkeiten sollten euch allerdings nicht zu fahrlässig werden lassen, es handelt sich hierbei um kein Backup oder ähnliches, schließlich kann so eine Festplatte ja auch einmal einen Defekt erleiden. Dennoch: neben dem Dateiversionsverlauf ein weiteres Feature, welches ein klarer Mehrwert ist, spart es doch unwahrscheinlich viel Zeit.