Nicht Multicore und Megapixel – Amazon und Nokia machen wieder Innovationen

In den letzten Jahren nicht gerade die Innovationsführer...
Ein kluger Schritt Nokias. Während sich viele Android-Hersteller wieder dem Zahlenwahn hingeben und immer mehr CPU-Kerne und Megapixel anpreisen, können sich die Finnen als Fotospezialisten profilieren. Ich bin überzeugt, dass viele Käufer in Zukunft lieber auf eine Kompaktkamera verzichten und zu einem Lumia-Gerät greifen werden.
Wenige Tage später wollte auch Jeff Bezos von Amazon nicht nur mit Unterhaltungsangeboten glänzen, sondern zeigen, dass die neuen Kindle-Geräte auch technisch etwas zu bieten haben. Die neue Version des E-Readers, der Kindle Paperwhite, hat nun eine Beleuchtung integriert. Das Innovative: Das Licht strahlt in Richtung des Gerätes und nicht des Lesers. Zudem hält die Batterie angeblich 28 Stunden durch.
Auch die neuen Tablets, die Kindle Fire HD, sind nicht nur günstige Konkurrenten. Amazon lässte zwei statt nur einer Wlan-Antenne verbauen. So soll die Internetverbindung schneller und zuverlässiger sein. LCD-Bildschirm und Touch-Oberfläche wurden zu einer Einheit zusammengelegt, sodass die Spiegelungen merklich vermindert sein sollen. Ob das nur Schönfärberei ist oder sich tatsächlich ein Unterschied feststellen lässt, wird sich zeigen. Viel versprechen kann man sich dagegen von den neuen Stereo-Lautsprechern in Kombination mit dem Dolby Digital Plus Standard.
Nokia und Amazon zeigen, dass man abseits der Software (oder in Kombination) noch Innovationen kreieren kann. Manches ist vielleicht nicht so eindrucksvoll wie es sich im ersten Moment anhört, doch die Technologien, die die Kunden schlußendlich überzeugen, machen dann tatsächlich einen echten Unterschied. Das wird man vom ersten Smartphone mit 6 Kernen vermutlich nicht sagen können.