3D-Drucker werden immer interessanter und können vor allem immer mehr. Doch wenn ich mich im Netz so umsehe, dann bekomme ich meistens ein falsches Bild von den Möglichkeiten präsentiert. Zu oft wird diese nützliche Erfindung mit irgendwelchen unwichtigen Dingen, wie zum Beispiel Waffen in Zusammenhang gebracht. Ich habe ein positives Beispiel entdeckt, dass ich euch nicht vorenthalten möchte, schließlich gibt es nicht nur im Consumer-Bereich diese Technik, sondern auch (und vor allem gerade dort) im Bereich der Medizin.

Und wenn Technik Menschen helfen kann, dann ist das einfach mal eine Erwähnung wert. Emma Lavelle ist knappe 2 Jahre alt und leidet an Arthrogrypose. Diese Gelenksteife sorgte bei dem kleinen Mädchen dafür, dass sie nicht mehr die Arme selbständig heben und bewegen konnte. Emmas Mutter besuchte eine Arthrogrypose-Konferenz und sah dort zum ersten Mal die von Wissenschaftler Tariq Rahman realisierte Lösung namens Wilmington Robotic Exoskeleton (WREX). Tariq Rahman, der im Alfred I. duPont-Kinderspital in Delaware arbeitet, realisierte sein Modell, um eben jene körperlichen Defizite in Sachen Bewegung und Muskulatur auszugleichen.

Der erste Prototyp war für die das zweijährige Mädchen natürlich viel zu schwer, sodass die Entwicklung vorangetrieben wurde. So wurde aus den metallischen Hilfen, die aufgrund ihres Gewichtes an einem separaten Standfuß befestigt waren, Kunststoff-Hilfen aus einem 3D-Drucker.  Dieser realisierte dann ein Exoskelett aus Kunststoff, der problemlos getragen werden kann.

Der Kunststoff, der Ähnlichkeiten zu dem Material aufweist, der in Lego-Bausteinen verwendet wird, ist nicht nur leichter, lässt sich auch schneller und besser ersetzen. So können für das kleine Mädchen, dass sich ja im Wachstum befindet, schnell neue und anpassbare “magische Arme” gedruckt werden. Ja, das System wurde wirklich auf den Namen “Magische Arme” getauft. Diese sorgen nun dafür, dass Emma Lavelle wieder spielen kann. Finde ich gut!