Apples Mountain Lion und iOS wachsen zusammen

Apples Mountain Lion und iOS wachsen zusammen

Letzten Mittwoch war Apples neues Betriebssystem Mountain Lion dann endlich im App-Store verfügbar und wurde bis heute innerhalb einer knappen Woche schon mehr als 3 Millionen mal verkauft und heruntergeladen. Als ich vor etwa 4 Jahren komplett auf Apple umsattelte, waren neben der Kompatibilität zum iPhone mit einer der Gründe die verhältnismäßig günstigen Updatekosten für Betriebssystem & Co., denn auch der Berglöwe kostet nur schlappe 15,99 Euro und lässt sich über die Apple ID auf bis zu 5 Rechnern Installieren. Des weiteren war für mich ein unschlagbares Argument die simple Updateroutine, die natürlich nur funktionieren kann, wenn Hard- und Software aus einer Hand kommen und so war das 4GB große Update auf meinem MacBook Air mit wenigen Klicks innerhalb einer halben Stunde und auf meinem mittlerweile etwas betagtem iMac innerhalb einer knappen Stunde abgeschlossen.

Viele neue Funktionen

Mit der jüngsten Version lässt Apple die Welt der iOS Geräte, sowie auch die Anbindung an Social Media Dienste wie Twitter (Facebook soll bald folgen) weiter miteinander verschmelzen und ermöglicht damit den Versand von Meldungen direkt aus vielen Anwendungen heraus. Über die Mitteilungzentrale (Messages) in der rechten oberen Bildschirmecke blendet OS X eine kurze Vorschau auf eingehende E-Mails, Twitter- oder auch System-Meldungen ein, die darüber direkt aufgerufen werden können. Welche Meldungen eingeblendet werden oder nicht, kann frei konfiguriert werden.

Mit AirPlay lassen sich Filme über WLAN auf AppleTV Geräte oder andere Macs (neuerer Generationen) übertragen, so dass lästiges Kopieren von Videodaten obsolet wird. Auch die AirDrop Funktion ist sehr praktisch, lassen sich hiermit Dateien direkt über eine Ad-hoc-WLAN-Verbindung zwischen Apple-Devices austauschen.

Die jetzt auch für die Rechner verfügbare iCloud bietet neben dem Backup für iPhone und iPad auch den Abgleich von E-Mails, Kontakten, Kalender, Erinnerungen und Notizen, Lesezeichen des Safari-Browsers, Dokumenten und Daten, sowie auch Fotos, die man jetzt auch einfach per Freigabe über das Adressbuch Freunden zur Verfügung stellen kann. Apple stellt eine Kapazität von 5GB kostenlos zur Verfügung. Erweiterungen kosten 16 Euro für 10GB, 32 Euro für 20 GB und 80 Euro für 50 GB pro Jahr.

Auch Siri ist nun in einer abgewandelten Version für Macs verfügbar und bietet die Spracherkennung nun auch für Textverarbeitungsprogramme, E-Mail und viele weitere Anwendungen. Da die Spracherkennung auf den Servern im Apple Rechenzentrum stattfindet, kann diese Funktion allerdings nur genutzt werden, wenn der Rechner online ist. Einmal über die Systemeinstellung aktiviert, kann die Funktion über zweifaches drücken der Fn-Taste aufgerufen werden.

Mit der Power-Nap Funktion können sich nicht ausgeschaltete Rechner im Schlafmodus updaten oder auch ein Backup fahren, so dass der User während seiner Arbeit mit dem System keine Prozesse mehr anstoßen oder Leistungsbeeinträchtigungen oder Neustarts seines Systems hinnehmen muss.

Kompatibilität

Relativ schnell waren die ersten Meldungen über Kompatibilitätsprobleme mit einigen Anwendungen in diversen Blogs und Artikeln zu finden. Generell empfiehlt es sich vor dem Update alle Apps auf den neuesten Stand zu bringen. Neben einem bekannten Problem mit Parallels hat mir nur Skype nach dem Update den Dienst versagt.

Es ist zumindest schön zu sehen, dass sich das Rad neben allen Meldungen um Patentklagen oder befürchteten Umsatzeinbrüchen weiterdreht und doch immer wieder neue und überraschende Produkte und Features in Cupertino entstehen, die die Welt unserer mehr oder minder kleinen elektronischen Helferlein immer weiter miteinander verschmelzen lassen.