Kolumne: Hilfe, ich brauche ein neues Notebook.

Mein Presario
Eine große Menge an Metall und Plastik machen es zwar nicht unbedingt zu einem Leichtgewicht, dafür würde es vermutlich einen Wurf aus dem Fenster überleben. Vor dieser Überlegung stand ich auch schon öfter. Bei aller Liebe regen mich nämlich ein paar Dinge mächtig auf: Nach ein paar Bertriebsminuten kann ich auf der Unterseite Spiegeleier braten, was wiederum dazu führt, dass die integrierte Windmaschine aktiviert wird. Das ist besonders Verhängnisvoll, da nur einer von zwei Lautsprechern funktioniert. Außerdem verzweifelt die integrierte Intel-Grafik gefühlt schon an der Farbversion von Tetris. Um es kurz zu machen, nach gut vier Jahren hat mein Presario den Ruhestand verdient.
Allerdings ist die Suche nach Ersatz kein Kinderspiel. Je länger man sich mit professionellen Tests (erste Anlaufstelle: Notebookcheck) befasst, desto komplizierter wird die Angelegenheit. Es ist scheinbar so, als hätten sich alle großen Hersteller zu einem Kartell zusammen geschlossen und würden systematisch immer eine Sache (Grafik, Lärm, Erwärmung, Laufzeit etc.) besonders schlecht machen. Zum Verzweifeln. Mein Wunschprodukt würde man wohl als Entertainment-Subnotebook bezeichnen. Potenter Prozessor, ordentliche Grafikkarte, guter Bildschirm, kompaktes Gehäuse, überdurchschnittliche Laufzeit und ein leiser Lüfter. Das alles zu einem Preis, bei dem ich meinen Studienkredit nicht aufstocken müsste. Kein Wunder, dass die Kategorie Entertainment-Subnotebook in keinem Shop geführt wird.
Ja, die Ultrabooks. Das sind tolle Dinger, keine Frage. Allerdings ist hier dich Rechnung eher Flach + leicht + edel – Grafikpower = Ultrateuer. Nicht genau das, was ich suche. Mal ehrlich: Das, was ich suche gibt es nämlich gar nicht. Zu dieser Erkenntnis gelange ich meist nach zwei Stunden voller Tests, Benchmarks und Amazon-Bewertungen. Ein Notebook ist immer ein Kompromiss. So wie einer neuer Mercedes eben nicht Smart und M-Klasse gleichzeitig sein kann.
Auf der anderen Seite könnten die Hersteller auch mal mehr in Innovationen investieren. Klar, Tablets sind jetzt der letzte Schrei, aber die Notebook werden schon nicht so schnell aussterben und wir Kunden sind doch bereit, einen ordentlichen Haufen Geld da zulassen. Wie wäre es mal mit alternativen Kühlkonzepten? Warum gibt es nicht endlich eine Möglichkeit, Desktop-Grafikkarten extern anzuschließen? Wie wäre es mit wechselbaren Komponenten, vernünftigen Dockingstations?
Ich werde wohl vorläufig meinen Presario wieder in den aktiven Dienst versetzen und hoffen, dass es bald spannende Neuerungen oder zumindest die ersten Entertainment-Subnotebooks gibt.
Bei so einem Gerät muss man wohl immer einen Kompromis eingehen. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es auch am Elektronikmarkt nicht. Vor allem wenn du dich preisgünstig bewegen willst, ist die Auswahl von vorneherein schon eingeschränkt.
Ich finde beim Notebookkauf sollte man immer im Hinterkopf behalten, warum man sich das Gerät überhaupt zulegt, bzw. für welchen Verwendungszweck es hauptsächlich eingesetzt werden soll. Ich werde mir demnächst selbst ein Ultrabook zulegen, weil mir Dinge wie Akkulaufzeit, Mobilität und Schnelligkeit jetzt absolut wichtig sind. Für umfangreiche Aufgaben wie Spiele oder dergleichen tut es mein altes Gerät auch noch. Würde zb das Ding http://www.amazon.de/UX32A-R3001V-Ultrabook-NVIDIA-GeForce-GT620M/dp/B007ZXI174/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1343312384&sr=8-1 deine Anforderungen nicht erfüllen?
Vielen Dank für deinen Hinweis. Asus’ Ultrabooks sind definitiv auf meiner Liste, aber mir war nicht klar, dass es auch Modelle weit unter der 1000€-Marke gibt. Wird gleich angeschaut.
Ein kleiner Rat von mir: Aber bitte achte darauf, dass das Notebook ein mattes Display hat (augenschonender, nicht farbverfälscht und spiegelt nicht bei Lichteinfall), würde nichts anderes mehr kaufen. Ich persönlich kann nicht verstehen, warum die Hersteller fast nur spiegelnde Displays verkaufen und man nur wenige Modelle mit mattem Display zu sehen bekommt. Es gibt nicht ohne Grund eine Richtlinie in der Bildschirmarbeitsverordnung http://de.wikipedia.org/wiki/Glare-Type-Display . Bei dem Amazon.de-Angebot von @Thomas steht das matte Display als Besonderheit eingetragen. :-)
Die Verordnung war mir neu. Danke für den Rat. Matter Bildschirm ist wichtig, sehe ich auch so. Mir scheint auch, dass das Konsumenten und Hersteller langsam begreifen. Auch ein großer Nachteil meines alten Presarios…
Ich verstehe immer die Aufregung beim Notebookkauf nicht. Meine Vorgehensweise wäre immer andersrum: Zuerst schauen, was ist im Angebot und dann zu den Modellen mir Tests durchlesen. Schaut zB mal bei http://www.cyberport.de/notebook nach. Dort grenze ich alle ein nach Preis und finde eine ordnung nach Top-Seller. Aha! Das sind die derzeit am meistverkauftesten Modelle. Somit kann ich zu Beginn schon selektieren. häufig gibt es da immer Superpreise bei den Modellen bei den Onlinehändlern. Und dann durchwühle ich die 5 Notebooks und schaue mir die Tests dazu an.
Wenn man klassisch vorgeht, also sich zuerst bei den Produktkonfigurationen stark einschränkt, dann wird es meist nicht so toll. Man verpasst Spitzenangebote und Bundles. Blödsinn Leute, denn wie Thomas gesagt hat: Es gibt nicht die eierlegende Wollmilchsau. Somit ist es immer ein kompromiss. Warum nicht dann gleich nach Preis und guten Angeboten filtern und so die Selektion beginnen?
Mir geht’s genauso! Mein 3 Jahre alter Laptop funktioniert, aber irgendwann wird es Zeit für etwas Neues.
Vor einem Monat hat mich das so sehr gestört, dass ich eigens dafür eine Webseite gemacht habe.
Wie würde für dich die optimale Auswahl eines Geräts ausehen? Bzw nach welches Kriterien würdest du/ihr Notebooks auswählen?
Ich bin für jeden Hinweis dankbar: support@welchesnotebookkaufen.com
Ich