Was ist heutzutage nicht alles möglich? Wir streamen Musik aus dem Internet, benutzen neue Generationen der TV-Geräte, um wie selbstverständlich auf das Internet zuzugreifen um dort Musikvideos zu schauen, den Facebook-Status zu aktualisieren oder auch, um ein Skype-Videotelefonat mit Freunden oder Bekannten durchzuführen. Streaminglösungen gibt es wie Sand am Meer, die einen leicht und verständlich zu bedienen, die anderen eher kompliziert und für Tüftler.

Die Krone des verständlich zu bedienenden Streamings dürfte derzeit noch Apple aufhaben, die mit ihrem Apple TV nicht nur TV-Sendungen oder Filme aus dem Internet streamen, sondern es auch möglich machen, Musik zu konsumieren, oder Bilder und Filme von iPhones und iPads auf den heimischen Fernseher zu bringen. Lange fragte ich mich, warum es denn nur Bastellösungen für die Android-Plattform gab.

Na sicher konnte ich Audio per Bluetooth-Dongle vom Smartphone oder Tablet auf die Anlage streamen oder per HDMI-Kabel das Bewegtbild auf meinen TV zaubern. Praktisch? Einfach? Intuitiv? Nein, nicht wirklich. Da funktioniert meiner Meinung nach Apples AirPlay für den normalen Benutzer besser.

Dieser Problematik schien man sich auch im Hause Google bewusst geworden zu sein. Lange Zeit hatten die Hersteller Zeit, eigene Lösungen auf den Markt zu bringen, dies wurde auch praktiziert, doch meistens kamen nur proprietäre Lösungen heraus, die nur mit einem Gerät funktionierten. Das auf Googles Entwicklerkonferenz I/O vorgestellte Nexus Q könnte die Schlucht zwischen mobilen Gerät und TV-Gerät / Stereoanlange schließen, zumindest kleiner machen.

Das Nexus Q ist eine kleine Kugel, unter deren Haube ein vollwertiger Android-Rechner steckt. 299 Dollar soll das Gerät kosten, der Preis sicherlich deshalb vergleichsweise hoch, da das Gerät in den USA gefertigt wurde. Was hat das Nexus Q an Anschlüssen zu bieten? MicroHDMI, TOSLink, LAN (10 / 100), WLAN, Klinke. Ihr seht: eigentlich alles dabei, um TV und Anlange zu beschallen.

Als Lieferant für Medien und gleichzeitig Fernbedienung dient dabei das Smartphone oder das Tablet, mit dem ihr Nexus Q bedient. Bilder, Musik und Filme kommen direkt von eurem Gerät, alternativ kann man die Filme auch aus der Cloud heraus streamen, das Android-Gerät ist dabei der Mittler zum Nexus Q. Ja, definitiv eine schicke, wenn auch noch sehr kostenintensive Lösung.

Potential ist auf jeden Fall da, das dort ein gemeinsamer Android-Standard heranwächst. Bleibt nur zu hoffen, dass Medien wie Filme, Musik & Co auch bald in Deutschland zu haben sind, denn wir schauen bislang in die sprichwörtliche Röhre. Wahrscheinlich mit ein Grund, warum das Nexus Q vorerst nicht in Deutschland angeboten wird.