Kollege Roman hat sich hier im Blog schon seine Gedanken gemacht, was wohl der Grund für den Strategiewechsel von Microsoft hätte sein können. Aus Romans Sicht ist es so, dass Apple “Schuld” daran haben könnte, dass Microsoft wieder zur trendy Hardware greift. Doch ist das Microsoft Surface überhaupt trendy? Was kann es und für wen ist es überhaupt etwas?

Erst einmal sollte man erwähnen, dass es sicherlich nicht Microsofts einziges Standbein im Tablet-Markt ist, denn erstens verdient man durch Android-Lizenzen einiges an Geld, des Weiteren ist man Ende April mit 300 Millionen US-Dollar beim US-Anbieter Barnes & Noble eingestiegen. Dieser bietet einen eBook-Reader an. Doch Barnes & Noble ist nicht nur online, man ist auch der größte stationäre Händler, der über 600 Filialen an US-Hochschulen hat.

Nun aber zur Technik des Microsoft Surface, welches erst einmal in zwei Ausführungen auf den Markt kommen wird. Zum einen finden wir einmal die ARM-Technologie vor, zum zweiten die Intel-Technologie. Momentan ist es wie folgt: die ARM-Technologie ist effizienter und bietet daher den Vorteil, das Surface leichter und flacher zu verarbeiten, der Nachteil ist, dass es eine spezielle Version von Windows (Windows RT) erfordert. So findet man zwar Windows RT vor und eine mitgelieferte Office-Lösung, doch die Programme, die wir zuhause zur Installation bereit liegen haben, wird nicht funktionieren.

Software muss speziell auf die ARM-Lösung angepasst werden. Die Geräte kommen mit fest verbauten Kickstand (Aufsteller) und sind in der ARM-Version 9.3mm flach, in der Ivy Bridge-Version von Intel 13.5mm. Auch beim verbauten Massenspeicher gibt es Unterschiede: Die ARM-Variante kommt mit 32 oder 64 GB großen SSDs, das Windows 8 Pro-Gegenstück mit Speichern von  64 oder 128 GB Kapazität. Vorteil der Intel-Version gegenüber ARM: USB 3.0 und ein Stylus, welcher mittels Magnet an der Seite Platz findet.

Die Geräte, die in ersten Versionen angeblich nur mit WLAN auf den Markt kommen, werden aller Voraussicht nach um 600 Dollar für das ARM-Surface liegen, die Intel-Variante des 10.6 Zoll großen Surface dürfte bei 899 Dollar liegen. Dafür bekommt man dann allerdings ein Tablet, welches sich in Windeseile mittels Tastatur zu einem vollwertigen Rechner ausstatten lässt. Touch- und Type Cover stehen dabei zur Auswahl. Ich persönlich denke, dass die Zeit reif ist für diese Geräte.

Vielleicht werden jetzige iPad- oder Android-Nutzer auf die Surfaces umschwenken. Ich selber habe schon so ziemlich alles ausprobiert: der Workflow ist unter einer vollwertigen Desktop-Oberfläche immer noch am besten. Diesen Desktop bringt das Microsoft Surface durch Windows 8 unter der Haube ja mit, doch sobald man in den reinen “Konsumenten-Tablet-Modus” geht, findet man die Metro UI vor, die bekanntlich für Touch gedacht ist.

Ich schaue dem Microsoft Surface mit großer Spannung entgegen und bin gespannt, wie sich der Markt entwickelt. Das Surface dürfte die komplette Breite des Marktes ansprechen, man wird es in privater, schulischer und beruflicher Hinsicht sicherlich gebrauchen können. Von daher beantworte ich die in der Überschrift gestellte Frage mal mit einem klaren “ja”.