Ich bin ein WebOS Fan!

Dabei hatte Apotheker das Projekt erst unterstützt und weitere Ressourcen zur Verfügung gestellt. Im Laufe des Sommers 2011 muss ihm allerdings klar geworden sein, dass Hardware und ein Betriebssystem noch kein erfolgreiches Produkt machen. Apps hätten her gemusst und zwar viele, gute und das am besten exklusiv. Ein völlig neuer Arbeitsbereich für HP. Einen, den sie bisher unterschätzt hatten und mit dem sich Google, Nokia (Ovi Store) und Microsoft sichtlich schwer taten. Apotheker sah vermutlich, dass diese Kompetenz fehlte und dass man den anderen Großen auf Jahre hinterher laufen hätte müssen. Fazit: Lieber ein Ende mit Schrecken…
Ich bin einer der Glücklichen, die bei dem folgenden beispiellosen Ausverkauf ein Touchpad ergattern konnte. Außerdem gehöre ich zu der Gruppe, die HPs Entscheidung gut nachvollziehen kann. Allerdings bedauere ich sie sehr, denn WebOS ist ein tolles Produkt.
Wie jedes Betriebssystem hat WebOS seine guten und schlechten Seiten. Das Highlight für mich ist allerdings das Multitasking (Verwalten von aktiven Programmen). Eine Sache, die mich bei Android ziemlich nervt und auch bei iOS immer noch nicht optimal gelöst wurde. WebOS hingegen setzt auf eine einfache Metapher: Der Bildschirm ist mein Arbeitsplatz. Ich kann eine Schublade (Launcher) öffnen und Akten (Cards) herausnehmen, anschauen und dann ablegen. Auf meinem Schreibtisch behalte ich so den Überblick und ein kleiner Stubs genügt und schon schmeiße ich eine nicht mehr benötigte Akte vom Arbeitsplatz.
Wem das zu abstrakt war, der sollte sich vielleicht folgendes Video anschauen:
Glücklicherweise wurde WebOS doch nicht ganz aufgegeben. Bis September soll es eine Open-Source-Version geben. Vielleicht bekommt WebOS nochmal eine Chance, wenn die Bedeutung der App als mobiles Medium abnimmt und das Internet mit seinen Möglichkeiten wieder in den Vordergrund rückt. Denn wie der Name schon sagt, dafür wurde WebOS geschaffen.
Auch ich war einer der “Glücklichen” die beim Abverkauf ein Tochpad abbekommen haben. Es ist ein nettes Spielzeug und im Vergleich zu meinem Android Mobiltelefon ist das Umschalten zwischen verschiednen Programmen definitv ein großer Mehrwert. Aber durch das sehr eingeschränkte Angebot an Programmen (ich finde das Wort “App” einfach nur doof) kann man damit praktisch kaum etwas anfangen – ein schönes Spielzeug, mehr leider nicht.
Der Wegfall von regelmäßigen Updates und viele kleine, aber nervige Bugs und Hänger machen es nicht wirklich besser. Der Flashsupport ist ansich klasse, aber ohne Versionspflege auf Dauer eher kritisch.
Was das open source Konzept bringen wird, bleibt abzuwarten. Letztlich ist es eben doch ein totes System, das durch den fehlenden Hardwarenachschub auf der Roten Liste steht.
Ja, im Moment stimmt das natürlich. Ohne Anwendungen ist das Touchpad natürlich nur bedingt einsatzfähig und keine wirkliche Konurrenz zu anderen Tablets, auch wenn sich ja vieles direkt im Browser benutzen lässt…