Für Menschen, die mobil unterwegs sind, gibt es mehrere Möglichkeiten, Medien zu konsumieren. So findet man einzelne Apps zu Web-Angeboten, den guten, alten RSS-Feed, den man via Reader-Apps konsumiert oder natürlich auch das gezielte Aufrufen eines Nachrichtenangebotes. Im Dezember letzten Jahres startete dann Google zumindest auf dem US-Markt mit einem eigenen Angebot. Google Currents. Die Software ist kein Hexenwerk: sie bereitet lediglich vorhandene RSS-Feeds auf und bietet diese zum Lesen an.

Quasi ein Google Reader im App-Format, zu haben für Android und iOS. Die Besonderheit ist wohl in der Tatsache zu suchen, dass Google Currents ein Jedermann-Projekt ist. Jeder, der ein Blog oder eine Webseite betreibt, die Inhalte via RSS bereitstellen kann, kann so zum Anbieter seiner eigenen Google Currents-Ausgabe werden. Der Leser kann über Links, über vorgeschlagene Sektionen oder die gezielte Suche an Ausgaben einzelner Nachrichtenangebote kommen.

Diese können dann, hübsch aufbereitet, auf dem Smartphone oder dem Tablet gelesen werden. Google hat für alle den Google Producer zur Verfügung gestellt, mittels dem sich die eigenen Ausgaben erstellen lassen. Ohne farbliche Anpassungen lassen sich so in 5 – 1o Minuten bereits ansehnliche Ergebnisse realisieren, spezielles Vorwissen benötigt man in diesem Falle nicht. Neben dem eigenen Blog lassen sich auch anderen Medien einstellen, so zum Beispiel Bilder aus verschiedenen Portalen. Wer mag kann eine einfache Anleitung lesen, die ich in meinem privaten Blog erstellt habe.

Der Leser kann dann nicht nur eure Texte lesen, sondern diese auch für späteres Lesen markieren oder auch an Dienste wie Read It Later, Instapaper & Co weiterleiten. Neben dem Entdecken von Texten ist weiterhin die Synchronisation des eigenen Google Readers möglich. Zum Start in Deutschland haben diverse Medien eigene Editionen für Google Currents erstellt, darunter „Financial Times Deutschland“, „National Geographic“, „essen & trinken“, „COUCH“, „dogs“, „SCHÖNER WOHNEN“ und „LIVING AT HOME“ (alle Gruner + Jahr), „kicker“, „Neue Zürcher Zeitung“, die Blogs „styleranking“ und Blogwerk (mit den blogs „netzwertig“, „fokussiert“, „neuerdings und „imgriff“) sowie die regionale „Deister- und Weserzeitung“. Diese können in von euch in aller Seelenruhe, quasi mit einem Fingerwisch gelesen werden.

Alternativen? Sicher: einfach Inhalte entdecken oder selber welche erstellen!