Badeanzug von Q-mo solar AG

Badeanzug, Q-mo solar AG

Unsere Mobilität kennt keine Grenzen und seit der immer größer werdenden Gemeinde der Smartphone User auch nicht unserer Energiebedarf, nutzt man doch den treuen Wegbegleiter mittlerweile als Kommunikationsschaltzentrale, Navigationsystem, Shoppingcenter und vieles mehr und das rund um die Uhr. Konnte man sich früher, als wir “nur” telefonierten oder mal eine SMS verschickten, über Akkus freuen, die uns eine Woche lang mit Strom versorgten, steigt bei einigen Nutzern der neuen Wegbegleiter schon nach dem Mittag die Nervosität, ob die Akkuladung den Tag übersteht. Spätestens nach der ersten Batteriewarnung beginnt dann der Teufelskreislauf zwischen immer wieder drauf schauen und dem dadurch bedingt rapide abnehmendem Ladezustand.

In Windeseile hat sich eine gewaltige Zubehörindustrie formiert, die uns mit allerlei Zusatzakkus, Ladegeräten für den Zigarettenanzünder im Auto und vieles mehr versorgen möchte. Dank der von der EU-Kommission verlangten Vereinheitlichung der Ladekabel-Stecker, sind der zukünftigen Kompatibilität auch keine Grenzen mehr gesetzt.

Diffus.dk, Solar Handbag

Diffus.dk, Solar Handbag

Was aber, wenn weit und breit keine Steckdose oder Automobil in Reichweite ist? Solarzellen scheinen die Antwort zu sein. Während man Ladegeräte mit Solarzellen schon eine ganze Weile als unschöne und vor allem unhandliche kleine Kästen kennt, finden die kleinen Kraftwerke mittlerweile den Weg in immer mehr durchdesignte Alltagsgegenstände. Auf dem Messestand von Wearable Technology, ein Unternehmen, welches sich als internationale Plattform für tragbare und anziebare Elektronik versteht,  gab es in Halle 8  einen kleinen Überblick, wie sich Designer unter anderem die Stromversorgung der Zukunft vorstellen, teils mit Studien, teils mit bereits ansehnlichen und lieferbaren Produkten.

Solarshopper von Wearable Technologies

Solarshopper, Wearable Technologies

Während die von dem dänischen Designstudio Diffus vorgestellten Handtaschen mit integrierten Solarzellen durchaus chic und tragbar sind, wird der Badeanzug mit eingearbeiteten Solar-Applikationen doch eher ein Gadget für Nerds bleiben. Als durchaus sinnvoll sind auch die bereits weit verbreiteten Laptoptaschen oder Rucksäcke mit integrierten Solar-Panels zu sehen, führt man doch die Schutzhüllen sowieso immer mit sich und muss nicht noch extra Accessoires einpacken.

Möglich wird dies durch eine an die Solarzellen gekoppelte Ladeelektronik, welche bei Sonnenschein kontinuierlich einen Akku speist. Dieser gibt dann den entsprechenden Strom an das zum Laden angeschlossene Device ab.

Dass wir sicherlich noch mehr Solar in und um unsere Spiel- und Werkzeuge sehen werden ist gewiss, denn auch Apple reichte schon in 2010 Patente für geregelte Photovoltaik bei iOS-Geräten ein. Wie und wann wir unsere Geräte dann zum laden nur noch in die Sonne legen müssen, steht allerdings noch in den Sternen…