Eine Vision aus Glas? Irgendwann vielleicht
Google zeigt es uns – vielleicht etwas verspielter, als wir das uns dachten. In keiner Weise unverständlich, in keiner Weise mit einem Fokus auf die Technik als solches. Mit Fokus auf Erleben und Nutzen. So loggt man sich mittels Sprachsteuerung hier und da ein, überprüft ob Freunde in der Nähe sind, die man dann auch gleich auf einen Kaffeeeinladen kann und vieles mehr. Ein verklärter, gar verträumter Blick in eine Zukunft, die uns vielleicht einiges einfacher machen will.
Ich behaupte jetzt einfach mal: bis dahin ist es noch ein sehr, sehr langer Weg. Es ist zwar schön und gut, dass man mit Emotionen auf eine Projekt aufmerksam macht, doch der eigentliche Nutzen wird hoffentlich in der Forschung zu finden sein, in der Verbesserung einiger Dinge im ganz normalen Leben. Nehmen wir Teflon als Beispiel. Der Handelsname steht eigentlich für Polytetrafluorethylen und der Werkstoff wurde keineswegs als Wegwerfprodukt der Raumfahrt entdeckt, sondern bereits 1938 entdeckt, als man auf der Suche nach einem Kühlmittel für Kühlschränke war.
Vielleicht ist das, was Google derzeit erforscht auch etwas ganz anderes, als wir im Video sehen? Vielleicht tritt auch ein völlig anderer Effekt oder eine Nebenwirkung ein. Nehmen wir da zum Beispiel mal Microsofts Kinect. Die Sensorleiste zum Spielen ist mittlerweile wesentlich mehr geworden. Mit ihr ist es möglich, Gerätschaften ohne Kraftaufwand zu bedienen. Ganz aktuell sind Forschungsvideos im Netz aufgetaucht, die zeigen, was machbar ist: so kann ein gelähmter Mensch nur mit der Zunge und Kinect Dinge bewegen oder Befehle jeglicher Art an den Rechner weitergeben.
Wenn wir mal ehrlich sind: natürlich macht ein per Bewegung gesteuertes Spiel Spaß. Sicherlich ist es auch unglaublich toll, wenn ich mittels Brille sehen kann, wer sich in meiner Nähe befindet – oder ich Fotos schießen kann. Doch noch toller ist es, wenn ich weiss, dass die vor uns liegenden Techniken auch für Dinge in der Forschung genutzt werden – vielleicht um Menschen mit körperlichen Defiziten, verursacht durch Unfall oder von Geburt an – zu helfen. Denn erst dann macht Technik Spaß: wenn sie allen hilft und von allen in irgendeiner Form nutzbar ist.
