Halle 2 ist ein Planet, der beim IBM-Stand von männlichen Homo sapiens in Schlips bevölkert wird. Einen Stand weiter stehen die Hostessen von Samsung Spalier. Irgendwie anders sticht da am Ende des Ganges die Linux- und Open-Source-Area ins Auge.

Lange galt das freie Linux-Betriebssystem als PC-Tummelplatz von Geeks und Nerds. Vielleicht wirkt der Bereich gerade deswegen so sympathisch. Und Nerd hin oder her, Linux hat vor ein paar Jahren schon mit Ubuntu eine benutzerfreundliche Oberfläche geschaffen, die auch normalsterblichen Usern einfachste Anwendungen bietet.

"Ubuntu heißt auf Zulu Menschlichkeit", sagt Markus Holtermann, der dieses Jahr in die Projektleitung der ubuntuusers.de gewählt wurde. Der Student der Angewandten Informatik und die anderen Linuxianer am Stand sind ihrem Betriebssystem auf jeden Fall treu.

Bei den großen anderen fehlt ihnen die Philosophie. Community-Mitglied Florian Bausch bringt's auf den Punkt: "Man arbeitet nicht in die eigene Tasche und macht Programme, von denen nur ich weiß, wie sie funktionieren, sondern solche, von denen alle wissen, wie sie funktionieren, und wo jeder jedem hilft."

Hört sich altruistisch an, auf jeden Fall nicht nach fressen und gefressen werden.

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Arwen Möller/TechFieber.de