Die zehn am häufigsten wiederholten Tweets des Jahres sind von Twitter auf einer eigenen Seite veröffentlicht worden und nur bedingt dazu geeignet, seinen gegebenenfalls verlorenen Glauben an Charme, Witz und allgemeine Smartness auf der twitternden Massen zurückzugewinnen: 7 von 10 Tweets stammen von Popmusikern und lesen sich auch so. • • Facebook hat eine automatische Gesichtserkennung […]

Die zehn am häufigsten wiederholten Tweets des Jahres sind von Twitter auf einer eigenen Seite veröffentlicht worden und nur bedingt dazu geeignet, seinen gegebenenfalls verlorenen Glauben an Charme, Witz und allgemeine Smartness auf der twitternden Massen zurückzugewinnen: 7 von 10 Tweets stammen von Popmusikern und lesen sich auch so.

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Facebook hat eine automatische Gesichtserkennung eingeführt. Wer darüber schockiert ist, unterschätzt, dass die wesentlich stärkere Technologie die soziale Variante ist: Jeder kann schon jetzt jeden auf irgendwelchen Bildern taggen und damit identifizierbar machen. Trotzdem ist die Automatisierung dieses Prozesses ein gravierender Einschnitt, weil es im Klartext heisst, dass Facebook noch sehr viel mehr Informationen über seine Nutzer speichern wird. Oder es schon tut. Und wer würde Facebook verbieten, das Netz nach Fotos zu durchsuchen und dort seine Gesichtserkennung anzuwenden, um herauszufinden, wer auf welchen Seiten auftaucht?

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ReadWriteWeb hat zehn Arten veröffentlicht, wie sich Social Media im Jahr 2011 verändern wird. Die Prognose schwanken allerdings zwischen Selbstverständlichkeiten (“Video will be everywhere”, “Mobile will be our gate to the world”) und sehr steilen Ansagen, zumindest, was das Jahr 2011 angeht (“Psychology is shifting”).

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Jemand hat bei Twitter investiert und dabei 3,7 Milliarden Dollar als Firmenwert angenommen. Das heisst aber nicht, dass Twitter 3,7 Milliarden Dollar wert ist, sondern nur, dass jemand bei Twitter investiert hat und dabei 3,7 Milliarden Dollar als Firmenwert angenommen hat.

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Der zuletzt angenommene Firmenwert von Facebook lag je nach Schätzer irgendwo oberhalb von 30 Milliarden Dollar. Dazu passt, dass Facebook nun bei Jahreseinnahmen von etwa zwei Milliarden Dollar liegen soll. Dabei ist diese Zahl weniger eindrücklich als eine andere, von Mashable verbreitete: Facebook wird 2010 insgesamt eine Billion (1.000 Milliarden) Anzeigen angezeigt haben.

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Die ohnehin schon eindrucksvolle App Flipboard wird noch einmal besser: sie integriert einige neue Quellen wie den Google Reader oder Flickr. Damit könnte sie zum Beweis werden, dass Social News auch qualitativ funktionieren; will sagen: die Ersetzung einer auswählenden Redaktion durch das digitale, soziale Umfeld.