1018 Bytes sind also Exabytes, das weiß ich jetzt und kann es mir trotzdem nicht vorstellen. Bricht man die Datengröße des digitalen Universums im Jahre 2007 – 281 Exabytes – auf Einzelpersonen herunter, kommt man auf fassbare 45 Gigabytes pro Nase. Die, als Schnitt, immer noch verdammt viel sind. 45 Gigabytes – wo kommen die her?

Im privaten Bereich machen VoIP, Bild- und Videodaten – Aktionen, für die wir selbst verantwortlich zeichnen – gerade einmal 50% aus. Die andere Hälfte bezeichnet die vom Speichersystemhersteller EMC gesponserte Studie (Download, PDF, 444 KB) als »digitaler Schatten«: Aufnahmen von Überwachungskameras, Einträge in Datenbanken des Handels, der Telefongesellschaft, der Hausbank etc.. Gespeicherte Suchvorgänge. Gespeicherte Klickpfade.

Hinter diesem [via] verstecken sich noch einige weitere Ergebnisse der wirklich lesenswerten Studie. Doch was sich mir beim Lesen neben dem Schüttelfrost zuvorderst aufdrängte, war wieder einmal dieses Posting – der Ruf nach einem Haltbarkeitsdatum digitaler Daten.

Bei jeder Veröffentlichung sollte dem User die Möglichkeit gegeben werden, ein Label an Dateien zu hängen, à la »dieser Artikel zerstört sich in 14 Monaten von selbst«. So bliebe zwar immer noch die Verantwortung von Unternehmen bestehen, Daten nur begrenzt zu speichern, doch zumindest unsere Eigenverantwortung würde gestärkt werden. Denn das Problem besteht – bei Nicht-Schattengewächsen – nun wirklich weniger in der Menge als im Alter der Daten. Für das digitale Vergessen!